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Archiv: Tag „unity“

unity

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A Tough Sell: Stirb, Schneewittchen!

Textadventures scheinen aus heutiger Sicht archaisch und eingeschränkt, nicht mehr als ein Blick in die Vergangenheit des Mediums Videospiel. Und doch strahlen sie immer noch eine Faszination aus, die grafischere Spiele nicht erreichen können. Leigh Alexander beschreibt es in ihrem Buch “Breathing Machine” als ein Versprechen unendlicher Möglichkeiten – Möglichkeiten, die offen stehen, wenn denn nur die richtigen Worte in den Sinn kommen würden. (…)

Die Todgeweihten grüßen dich: The Screening

In The Screening steht das Ende der Welt bevor. Nur drei Personen können die Bedrohung abwenden. Sie sind durchtrainiert, äußerst intelligent, ausgebildete Ninjas als auch versiert im Bereich des Ingenieurwesens. Sie allein können unser aller Schicksal noch einmal im letzten Moment ändern. Dieses Unterfangen wird zwar hundertprozentig mit ihrem Tod enden, doch die rühmenden Lobgesänge, die anschließend alle Völker der Erde für sie anstimmen, werden noch bis ins Jenseits nachhallen. (…)

Bodybag: Ein guter Mord endet nicht mit dem Tod

Überall Blut auf dem grauen Teppichboden, das kleine Hackebeilchen ist noch ganz vollgesaut und zu allem Überfluss liegt da auch noch eine Leiche auf dem Boden. Wie geht man aber nun mit solch einer alltäglichen Situation um?
Das pflichtbewusste Mörder-Duo von heute ist sich seiner ersten Bürgerpflicht bewusst: Natürlich wird erstmal der (möglichst noch warme!) Körper in eine Plastikhülle gepackt und anschließend ordnungsgemäß fortgeschafft. (…)

Alphalevel: S.O.R.S.

Von der Spatially Offset Raman Spectroscopy erhoffen sich medizinische Fachkräfte auf der ganzen Welt, dass Krankheiten wie beispielsweise Diabetes oder Osteoporose einfacher zu entdecken sein werden. Das nach dieser neuartigen Scan-Methode benannte Spiel S.O.R.S. greift diesen Ansatz als zentrale Spielmechanik auf: Als neu eingestellter Arzt in einer Fachklinik erlernt man Schritt für Schritt das Ableuchten von Körpern sowie die korrekte Interpretation der Blutwerte. (…)

Höme Improvisåtion: Ikea-Nestbautrieb

Das Jahr 1958: Die Welt erlebt die erste Rezession der Nachkriegszeit. Die USA positionieren ihren ersten Satelliten im All. Auf Kuba wird der Diktator Fulgencio Batista durch die Widerstandsbewegung unter Fidel Castro gestürzt. Papst Pius XII. erklärte die heilige Klara von Assisi zur Schutzpatronin des Fernsehens. Und in der schwedischen Kleinstadt Älmhult wird das erste Ikea-Möbelhaus gegründet. (…)

After The Credits: Late life depression

Nur wenige Spieler dürften im Jahr 1988, als die NES-Portierung von Contra erschien, auch das Ende des Spiels erlebt haben. Trotz Konami-Code war der Sidescroller noch sagenhaft schwer. Und diejenigen, die tatsächlich die Credits über den Bildschirm laufen sahen, haben sich wahrscheinlich auch nicht gefragt, wie es danach weiter geht. Trotzdem wird diese Frage jetzt beantwortet: mit After The Credits, dem Beitrag von Acid Wizard Studio zum Global Game Jam 2015. (…)

The Rain Goes On: Petrichor

“By the fire we saw the truth.” – ∆ “We wandered the woods and bathed in fractured waterfalls. It was all so useless and beautiful.” – ∆ “Remember the sound of now.“ – ∆

Manche Bilder, manche Klänge fügen sich besonders gut in bestimmte Kontexte ein: Alljährlich sind es die obligatorischen Sommerhits, gelegentlich gerade im Herbst aufgelegte Alben, oder Filme, die nur im Winter ihre besondere Stimmung entfalten. (…)

IM1170: Never Alone

Never Alone (Kisima Ingitchuna) ist auf den ersten Blick ein märchenhafter 2D-Puzzle-Plattformer über ein junges Mädchen und ihrem Freund, dem Polarfuchs. Gemeinsam versuchen Sie herauszufinden, woher der Eissturm kommt, der ihr Dorf bedroht. Doch Never Alone ist mehr als nur ein kooperatives Spiel, Never Alone berührte uns und schaffte das Kunsstück, uns etwas über den Kulturkreis der Inuit näher zu bringen, ohne belehrend zu wirken oder mit Textblöcken an Infos zu erschlagen. (…)

Indies VS PewDiePie: Sky Dawgz

Ich konnte Kriegsromantik noch nie verstehen. Die heldenhaften Taten des William Wallace, dargestellt von Mel Gibson, ließen mir die Brühe im Hals bis an den Unterkiefer steigen. Jeder weiß, dass die großen Schlachten der Weltgeschichte mit Heldentum nichts zu tun hatten, viel eher schon mit Barbarei und menschlicher Grausamkeit. Trotzdem kann ich eine gewisse Faszination für Luftschlachten in Propellermaschinen nicht verleugnen. (…)

Indies VS PewDiePie: Lord of the Horde

In Zombiefilmen ist der Biss eines Untoten stets eine dramatische Sache. Der Gebissene hat meist mindestens einige Stunden Zeit, sich mit dem Ende seines Menschseins abzufinden, bevor er sich schließlich selbst in einen Zombie verwandelt. In dieser Zeit kann er seine Kameraden darum bitten, ihn zu erschießen, er hat noch einmal die Möglichkeit, über das Leben zu sinnieren und darüber nachzudenken, was er alles anders machen würde, würde er noch einmal leben. (…)

7DFPS 2014: RADE – The Radically Authentic Dogfighting Experience

Aus dem Reigen der AAA-Titel sind Flugsimulationen heute so gut wie verschwunden. Dabei waren diese Spiele mal wirklich große Dinger. Spiele wie das 1987 erstmals erschienene Falcon boten rudimentäre Grafik und ließen sich so kompliziert steuern, wie NASA-Supercomputer. Oft lagen diesen klassischen Flugsimulationen dicke Handbücher bei, jede Taste war gefühlt dreifach belegt und das Interface erschlug Spieler mit unzähligen Anzeigen, deren Bedeutung sich erst nach einer intensiven Einarbeitungsphase erschloss. (…)

7DFPS 2014: Endless Express

Geräte wie der 3DS und die PS Vita machen wirklich Spaß. Sie sorgen dafür, dass langweilige Zugfahrten in Windeseile vorbeigehen und Kunden der öffentlichen Verkehrsbetriebe sogar noch das Gefühl haben, während der Fahrt etwas geleistet zu haben. Zeit ist heute wertvoller denn je und wenn sie in Spielfortschritt investiert werden kann, ist sie nicht verschwendet. (…)

Mini Metro: Einsteigen, bitte!

Der Bus der Linie 3 verspätet sich. Mal wieder. Ungeduldig laufe ich von links nach rechts und schaue auf die elektronische Anzeigetafel. Eben wurde noch angezeigt, dass der Bus in einer Minute halten würde. Jetzt sind es acht. Ich verspüre den Drang, diejenigen zu verdammen, die in ihren stickigen Hinterzimmern die Blaupausen für die fatalen Streckenverbindungen kreiert haben. (…)