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Archiv: Tag „review“

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Divinity: Original Sin – Dr. Kawashimas Geduldsjogging

Geduldige Menschen kommen leichter durchs Leben. Sie regen sich nicht auf, wenn sich der Bus verspätet, sie im Aufzug steckenbleiben oder sie beim Einwohnermeldeamt lange warten müssen, bis ihre Nummer aufgerufen wird. Stattdessen nutzen sie diese Zeit für erbauliche Gedanken. Nicht umsonst gilt Geduld als eine Tugend, denn sie führt zu einem genussvollen Leben: Nur wer sich die Zeit nimmt, bei einem Sieben-Gänge-Dinner geduldig abzuwarten, bis die nächste homöopathische Nahrungsdosis den Tisch erreicht, weiß ein solches Menü überhaupt zu schätzen. (…)

Crazy Plant Shop: Bio-Klausur-Simulator 2014

Blumen und Pflanzen allgemein kann ich nicht ausstehen, will auch keine geschenkt bekommen. Ich habe keinen grünen Daumen. Sie verrecken eh nach kurzer Zeit und füllen dann nur unnötig die Biotonne. Dennoch fand ich das Konzept des Lernspiels Crazy Plant Shop so erheiternd, dass ich es mal ausprobieren wollte. Das Resümee vorab: Im Nachhinein ärgere ich mich, dass ich damals im Biologie-Unterricht nicht aufmerksamer war. (…)

Wer bin ich, und wenn ja, wie lange: Enemy Mind

Eigentlich ist Enemy Mind ein ganz einfaches, solides Shoot’em-Up: Das eigene Raumschiff fliegt von einer Bildschirmseite zur anderen und eliminiert gegnerische Armaden. Doch dank einer einzigen spielmechanischen Entscheidung entwickelt sich das gesamte Spielerlebnis zu einer komplett neuen Situation. In Enemy Mind ist man nämlich nicht an das eigene Schiff gebunden, sondern kann per Knopfdruck andere übernehmen. (…)

Noir Syndrome: Linearität trotz Prozedualität

Schade. Das ist das einzige Wort, was mir nach einer Stunde mit dem Detektiv-Spiel Noir Syndrome zu sagen bleibt. Das Vorhaben des Entwicklerteams Glass Knuckle, eine Art Pixel-Geschwisterchen von L.A. Noire zu erschaffen, die eine prozedural generierte Rumschnüffelgeschichte beinhaltet, ist in meinen Augen auf vielfältige Weise misslungen. Aber alles der Reihe nach. (…)

Point Perfect: Aus die Maus

Als wir noch in die achte Klasse gingen, zeigte mir mein Freund Lenni nach der Schule ein Programm, mit dem man die Bewegungen und Interaktionen des Mauszeigers aufnehmen und später wiedergeben konnte. Da unser gemeinsamer Buddy Stefan zu jener Zeit leidenschaftlicher Trekkie war, verabredeten wir uns einen Tag später alle zusammen und zeigten ihm den vermeintlich ersten sprachgesteuerten Heimcomputer, der sich bedienen ließ, wie jener der USS Enterprise. (…)

Die Götterdämmerung am Horizont: Gods Will Be Watching

Ein Tag hat nur 24 Stunden, eine Stunde nur 60 Minuten und eine Minute nur 60 Sekunden. Die Erfindung der Zeit teilt das Leben von uns Menschen in kleine Häppchen ein. Wir, die wir nicht nur Geld verdienen, sondern uns zum Wohle der Gesellschaft im Idealfall auch noch selbst verwirklichen wollen, müssen uns darin üben, diese Zeit sinnvoll einzuteilen. (…)

Der Fluch von Naxxramas: Ein Flügelschlag ins Gesicht

Lange hatte ich mich dagegen gewehrt, doch vor einigen Tagen ignorierte ich meine Prinzipien und gab einige Groschen aus, um neue Karten für Hearthstone zu erwerben. Grund dafür war nicht die aufgestaute Frustration, mehrmals von legendären Karten in Grund und Boden gerammt zu werden — vielmehr war ich es Leid, ständig mit den gleichen Karten und Strategien antreten zu müssen. (…)

Emo McGothington: Ernährungsberatung auf die düstere Art

Der gemeine Zucker hat heute einen schweren Stand. Dass er Kinderzähne zerfrisst, ist kaum noch der Rede wert – längst werden härtere Geschütze aufgefahren: Zucker macht dick, träge, krank, tot. Emo McGothington, der Protagonist im gleichnamigen Plattformer, reitet also voll auf der postmodernen Gesundheitswelle, wenn er sich aufmacht, eine Zucker-Invasion zu stoppen. (…)

Wayward Manor: Karneval im Spukhaus

Das Spukhaus lebt als literarisches Motiv besonders stark von einer steilen Spannungskurve. Einer oder mehrere Protagonisten beziehen ein verlassenes Haus und erleben dort unheimliche Dinge, die zu Beginn noch harmlos scheinen: eine Tür knarzt, ein Bild fällt von der Wand oder die Tür, die am Abend zuvor noch fest verschlossen war, steht am nächsten Morgen plötzlich offen. (…)

OlliOlli: Super Meat Sk8er Boi

Nach den drögen ZDF-Halbzeitanalysen während der gerade erst vergangenen Herren-Fußballweltmeisterschaft wollte ich fürs Erste eigentlich keine zwei Ollis mehr auf dem Bildschirm sehen. Für OlliOlli, jenem 2D-Skateboard-Halleluja, das schon seit einigen Wochen die überschaubare Besitzerschaft von Sonys ungeliebtem Handheldspross Playstation Vita umschmeichelt, mache ich aber gerne eine Ausnahme. Schließlich hat die Einstellung der Skate-Reihe und der unfassbar schmerzhafte Niedergang der Tony Hawk’s Pro Skater-Serie eine immense Lücke hinterlassen, die es mit neuem Leben zu füllen gilt. (…)

Ziemlich ernüchternd: 4PM

Ich trinke keinen Alkohol. Habe ich nie. Dennoch habe ich schon viele negative Erfahrungen mit Alkohol gemacht. Dass man auch ohne Alkohol keinen Spaß haben kann, weiß ich also nicht erst seit dem Beenden der spielbaren Alkoholismus-Geschichte von 4PM. Der aus Serbien stammende Entwickler Bojan Brbora präsentiert darin leider ein derartig zerfasertes, lückenhaftes und technisch unausgereiftes Spiel, dass man dem Glauben verfallen könnte, bei der Entwicklung sei vielleicht auch das ein oder andere Bierchen zu viel gekippt worden. (…)