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Archiv: Tag „literatur“

literatur

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Cookie Clicker oder: Wie ich den Keks lieben lernte

“I can smell your rotten cookies.”

Kein Spiel hat mich in den letzten Monaten so sehr dazu gebracht, mich selbst beim Spielen zu fragen, was ich da eigentlich mache, wie Cookie Clicker. Ich klicke auf einen Keks, dadurch verdiene ich weitere Kekse. Mit Keksen kann ich automatische Mauszeiger kaufen, die von selbst klicken und mir so die Arbeit abnehmen. (…)

Austin Grossman: You

Austin Grossmans „You“ ist eine Geschichte über das Heranwachsen in einer Welt, in die man nicht zu passen scheint, und die anschließende Flucht in eine andere. Eine Schilderung der Adoleszenz einiger Menschen wie auch des Mediums Videospiel, erzählt in einem unterhaltsamen, aber kruden Stilmix, der in eine Hommage an alte Filme mündet, in denen Teenager an ihren Heimcomputern urplötzlich die Welt auf den Kopf stellen. (…)

Egoshooter. Das Raumbild des Computerspiels

Die 400 Seiten starke Fachliteratur bot mir einiges; neben der wirklich grandios hochwertigen Buchgestaltung gab es zum Beispiel interessante Hinweise auf das Mini-Arcade-Spiel-im-Spiel Super Turbo Turkey Puncher 3 (bekannt aus dem dritten Teil der Doom-Reihe, S. 189), ein altes 2nd-Person-Shooter-Experiment (S. 193), das Kunstprojekt Shoot an Iraqi (S. 201), die Erklärung einer (formal begründeten) Paranoia als Normalzustand im Egoshooter sowie ernstgemeinte Vergleiche zwischen da Vincis Bildnis des letzten Abendmahls Jesu mit Wolfenstein 3D (ab S. (…)

“Zwischen|Welten. Atmosphären im Computerspiel” sucht SpieleentwicklerInnen

Aufmerksame LeserInnen erinnern sich: Christian Huberts und ich versuchten 2012 einen atmosphärischen AutorInnen-Dunstkreis um uns zu scharen. Grund dafür war unser Sammelband Zwischen|Welten. Atmosphären im Computerspiel. Schon jetzt können wir mit interessanten Beiträgen aufwarten, die sich dieser bislang unterschätzten Thematik widmen. Doch anstatt nur über etwas zu schreiben, möchten wir auch fragen, wie es entsteht. (…)

StoryBundle: The Video Game Bundle

Wem die deutschsprachige Literaturszene zu unbefleckt von Computerspielthemen erscheint, sollte einen Blick auf das wundervolle StoryBundle werfen: Bis zu zehn qualitativ hochwertige eBooks rund um das Thema Computer- und Videospiele, ein Gesamtgehalt von insgesamt 2.377 Seiten sowie ein von euch selbst zu bestimmender Preis sollen zu einem Kauf innerhalb der nächsten 16 Tage verführen. (…)

Five out of Ten: Players Guide

“As gaming becomes a more inclusive and popular pastime, it’s important to remember that while many of us have grown up with videogames our whole lives, some players are just getting started.”

Spiele zu spielen und sie verstehen oder diskutieren zu wollen ist für viele von uns selbstverständlich. Die moderne Spielekritik ist wichtig und erleuchtend, gleichzeitig aber weitreichend in Fachmedien beheimatet, die erhebliches Vorwissen und intensive Beschäftigung einfordern. (…)

BioShock Infinite: Mind in Revolt

Eigentlich versuche ich mich so weit wie nur irgend möglich von Informationen rund um Bioshock Infinite fernzuhalten. Ich schaue mir fast keine Screenshots an und habe auch die letzten Trailer bewusst ignoriert. Columbia, die fliegende Stadt in den Wolken soll von mir mit möglichst frischen und unverdorbenen Augäpfeln erblickt werden. Dementsprechend überrascht war ich von meinem eigenen Handeln als ich ohne zu zögern die Leseprobe zum gerade erschienenen E-Book BioShock Infinite: Mind in Revolt öffnete. (…)

Rezension: “Theorien des Computerspiels zur Einführung”

„Das Ziel ist [...], ein theoretisch abgestimmtes Set von Analyseperspektiven und -methoden darzustellen, das [...] den bisherigen methodologischen Diskurs [...] resümiert und ihn [...] auf ein Niveau jenseits der Beliebigkeit disziplinärer Einzelaspekte und kontingenter Materialselektionen hebt.“

(GamesCoop, aus Theorien des Computerspiels zur Einführung)

Dieses äußerst anspruchsvolle Vorhaben formuliert das Siegener MedienwissenschaftlerInnen-Kollektiv GamesCoop (bestehend aus Benjamin Beil, Philipp Bojahr, Thomas Hensel, Britta Neitzel, Timo Schemer-Reinhard sowie Jochen Venus) in der Einleitung. (…)

Five out of Ten: New Horizons

Oh, süßer Spielejournalismus. Über das Twitter-Profil von Brendan Keogh, dem Autor der gigantischen Spec Ops-Behandlung Killing Is Harmless, stieß ich auf ein digitales Magazin, das mir einige sonst so triste Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln versüßen sollte. Five out of Ten ist eine vierteljährlich erscheinende, unabhängige Sammlung lesenswerter Essays, die gerade ihre ersten, zarten Gehversuche wagt und ein vielfaches ihrer jetzigen Reichweite verdient hat. (…)

Killing Is Harmless

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Wie viele sind eines Spieles würdig? Der Spielekritiker und Geisteswissenschaftler Brendan Keogh hat mehrmals versucht, Spec Ops: The Line in der konventionellen Form und Herangehensweise eines Reviews zu begegnen. Jedes Mal fiel ihm auf, dass es nicht ausreicht, bestimmte Szenen oder Aspekte des Spiels isoliert zu behandeln – es brauchte Kontext, Details und Tangenten. (…)

Rezension: "Sortieren, Sammeln, Suchen, Spielen. Die Datenbank als mediale Praxis"

Vorab sei erwähnt: Sortieren, Sammeln, Suchen, Spielen. Die Datenbank als mediale Praxis ist grundsätzlich keine Game-Studies-Publikation. Der Fokus ist ein generell medienwissenschaftlicher, der sich daher nicht nur auf Computerspiele fixiert — wobei sich vier der 14 Beiträge mindestens mit der digitalen Spielkultur beschäftigen –, sondern auf sämtliche mediale Phänomene des Alltags. (…)