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Archiv: Tag „action“

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Emo McGothington: Ernährungsberatung auf die düstere Art

Der gemeine Zucker hat heute einen schweren Stand. Dass er Kinderzähne zerfrisst, ist kaum noch der Rede wert – längst werden härtere Geschütze aufgefahren: Zucker macht dick, träge, krank, tot. Emo McGothington, der Protagonist im gleichnamigen Plattformer, reitet also voll auf der postmodernen Gesundheitswelle, wenn er sich aufmacht, eine Zucker-Invasion zu stoppen. (…)

Project AM2R: Return of Samus

Es gibt Zeitgenossen, die behaupten, es gäbe bei frühen 8-Bit-Videospielen einen Fluch der zweiten Teile. Meistens machen sie das an einigen Paradebeispielen fest. Der in den USA und in Europa erschienene zweite Teil von Super Mario Bros. war eine Kopie von Doki Doki Panic mit Mario-Figuren in den Hauptrollen. Der zweite Teil von The Legend of Zelda dagegen war ein Sidescroller mit Rollenspielelementen und äußerst anspruchsvollen Actionpassagen – keine schlechten Spiele, aber ungewöhnliche Vertreter ihrer Reihe und bis heute für Fans ungeliebte Stiefkinder. (…)

David: Kampf der Titanen

Hätte meine Religionslehrerin damals David und Goliath behandelt, wäre ich wohl zumindest für eine kurze Zeit aus meinem Stundenschlaf erwacht. Die Geschichte eines einfachen Schafhirten, der mit Grips und einer Schleuder den mächtigen Riesen niederstreckt, hört sich zumindest im Vergleich zu gewissen anderen Texten wie ein epochales Meisterwerk an. Vielleicht hat sich deshalb der Leit­ge­dan­ke der Geschichte fest in den heutigen Zeit eingenistet, sei es in Form einer Redewendung, in Serien, Büchern oder Videospielen. (…)

Epic Flail: Das Wrestling der Antike

Muskelbepackte Menschen hauen sich auf die Schnauze, das Blut fließt in Strömen, wahrhafte Barbaren ziehen sich Nagelbretter über den Körper, fliegen in brennenden Stacheldraht und brüllen dabei durch die Gegend als wäre es ihnen eine wahre Freude. Die Rede ist natürlich von Wrestling, dem Sport der Gentlemen. Als es Fernseher noch nicht gab und die Menschen dem Tod generell aufgeschlossener gegenüberstanden, gab es schon so etwas ähnliches: Gladiatorenspiele. (…)

Superlicious

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Ludum Dare 29: Yojimbrawl!

Die letzte Seite der Wochenzeitung „Die Zeit“ ziert stets die Rubrik „Was mein Leben reicher macht“. Hier finden sich zumeist die Leserbriefe gestandener Bildungsbürger in der Mitte ihrer 60er Jahre, die über die fröhlichen Erlebnisse ihres Alltags schreiben: das Lächeln ihres Enkels beispielsweise oder der Fund einer uralten Postkarte, die der Großvater schrieb, als er noch Artilleriehelfer war. (…)

Auf (k)einer Wellenlänge mit Transistor

“We’re not getting out of this one, Red, are we?”

Das Besondere an Supergiants Bastion ist nicht der Erzähler, der jeden Schritt des Spielers mit Whiskyreibeisenstimme kommentiert. Es ist nicht der schicke Comic-Stil, nicht Darren Korbs Breakbeat-Banjo-Soundtrack, nicht die spaßigen Kämpfe, und ganz bestimmt nicht der beachtliche finanzielle Erfolg. (…)

Ludum Dare 29: Descent

Spinnen unterscheiden sich besonders stark von anderen Tieren. Sie haben acht Beine, ebensoviele Punktaugen und noch dazu andersartige Hauptaugen und Nebenaugen, ihr Herz befindet sich im Hinterleib. Viele Menschen führen die Verbreitung der Arachnophobie, also der Angst vor Spinnen, auf diese Andersartigkeit zurück. Entwickler Andrew Yakshin geht in seinem Ludum Dare-Beitrag Descent einen Schritt weiter und zeigt Spinnen als beschworene Entitäten dunkler Schwarzmagier, die im Untergrund leben. (…)

Ludum Dare 29: A Boy and his Hellworm

Um tierische Rohstoffe wie Milch, Fleisch und Leder leichter gewinnen zu können, begann der Mensch irgendwann damit, Tiere von ihren wilden Artgenossen zu trennen und zu domestizieren. Später wurden Tiere auch als Jagdgehilfen oder aufgrund ihrer Tragleistung domestiziert. Noch später begann die Züchtung zum Vergnügen. Entwickler Pascal Bestebroer glaubt nicht, dass die Menschheit schon den Höhepunkt der Haustierkreation erreicht hat. (…)

Liitmeis: The Sound of Silence

Macht ein Baum, der im Wald umfällt, auch dann ein Geräusch, wenn ihn niemand hört? Wo ist der Wind, wenn er nicht weht? Und wie klingt eine einzelne Hand, die klatscht? Ich war in meiner Schulzeit kein Kind, das gerne frühreif die Poesiealben seiner Banknachbarinnen mit schlauen Sprüchen befüllt hat – wäre ich eines gewesen, hätte ich solche Phrasen aber garantiert so gut wie immer geschrieben. (…)