Superlevel

Über Lehrgeld oder: von Langer-Hand geplant

Ich habe bisher zwei unbezahlte Praktika gemacht. Eins davon hat mir stark geholfen, das andere mich vor allem sehr, sehr viel Geld gekostet. In beiden Fällen haben sich die Verantwortlichen entschuldigt. Das war mir gut genug – auch wenn es das bei weitem nicht sein sollte.

Jörg Langer muss sich nicht entschuldigen. Er betreibt eine Redaktion, die darauf aufgebaut ist, mit flachen Gamification-Methoden die unbezahlte Arbeit von Autoren zum eigenen Gewinn einzusetzen. Wer sich besonders ins Zeug legt, gewinnt die Chance, sich für ein Praktikum in der Redaktion zu bewerben. Unbezahlt. Für einen bis vier Monate. In München. Fairer Deal! Aber eigentlich, so Langer, könnte er dafür auch Geld verlangen.

„Man könnte auch sagen, dass wir für diesen Wissenstransfer Geld bekommen müssten. Schon mal den Begriff ‘Lehrgeld zahlen’ gehört und überlegt, wo der herkommt?“

Und mit einem Mal habe ich den Respekt vor Herrn Langer und seiner Seite verloren. Unbezahlte Praktika, egal wie sehr sie zur Norm gehören, sind unmoralisch.

Im Spielejournalismus entwerten sie die Arbeit von Autoren, indem sie zeigen, dass es auch möglich ist, monatelang ohne Lohn zu arbeiten. Es ist sogar nötig, um irgendwann Geld für die eigene Arbeit bekommen zu können. Das macht Praktika unzugänglich für Menschen, denen die Mittel fehlen, um in Vollzeit ohne Lohn zu arbeiten. Das wiederum schließt eine Menge AutorInnen aus, deren Stimmen in den Medien notwendig sind, denn ich will nicht nur Artikel von Menschen aus wohlbehüteten und finanzkräftigen Elternhäusern lesen!

Dabei wird immer auf „Wissenstransfer“ verwiesen. Der Praktikant darf am Wissen eines echten Redakteurs teilhaben. Das suggeriert, dass die Arbeit von Berufsanfängern nichts wert sei oder sogar Arbeitszeit koste. Und das stimmt nicht, denn sonst würden keine Praktikanten eingestellt werden. Wie John Walker richtig bemerkt, ist die Argumentation des Wissenstransfers als Bezahlung fehlerhaft. Eingestellt werden nämlich nicht die Bewerber, die erst lernen müssen, wie man lesen, schreiben und rechnen soll – ganz zu schweigen von der Kunst Screenshots zu machen – sondern die, die es bereits können.

Das Absurde bei GamersGlobal ist dabei, dass die Bewerber bereits Mitarbeiter sein müssen und ein Verständnis für die Arbeit der Seite mitbringen. Bezahlte Mitarbeiter in der Redaktion, Menschen also, die von der Leistung der unbezahlten Mitarbeiter profitieren, sind aber eben keine ehemaligen GamersGlobal-Praktikanten, sondern ausgebildete Journalisten.

Das ist respektlos und verdeutlicht nochmals, wie viel GamersGlobal an seinen unbezahlten Mitarbeitern liegt. Es geht anders. Und es wird auch anders praktiziert. Die Gamestar, für die ich ebenfalls schreibe, schreibt aktuell ein bezahltes 6-monatiges Praktikum aus.

Als ich angefangen habe, für die GEE zu schreiben, war ich kein ausgebildeter, erfahrener Journalist. Ich hatte auch kein Praktikum bei GamersGlobal absolviert. Ich war bloß ein Typ, der ein bisschen über Musik geschrieben hat. Heiko Gogolin, der ehemalige Chefredakteur der GEE, hat sich trotzdem entschieden, es mit mir als Autor zu versuchen. Sven Stillich, der ehemalige Textchef, hat es auf sich genommen, meine Texte zu redigieren, mir zu helfen und wertvolles Feedback zu geben. Und am Ende bekam ich für meinen ersten Artikel bei der GEE ein Honorar.

Das sollte selbstverständlich sein. Ich halte Seiten, die mit der unbezahlten Leistung ihrer Autoren Geld verdienen, für unmoralisch. Menschen, die über Spiele berichten wollen, müssen nicht monatelang unbezahlt für Langer schreiben, sie können mit ihrer Arbeit Geld verdienen.

Was sagen Sie dazu, Herr Fabu?

137 Kommentare zu “Über Lehrgeld oder: von Langer-Hand geplant”

  1. Fabu
    2

    Das ändert alles.

  2. Chefkoch
    4

    Das ist im Gaming-Bereich leider überhaupt keine Ausnahme. Es ist die Regel. Etliche mir (auch persönlich bekannte) Redaktionen beuten ihre Praktikanten mit miesen Methoden aus. Viele sind stolz darauf, ein paar läppische Euro an diese Menschen zu zahlen. Die ziehen dann für einige Monate in eine fremde Stadt und sollen von 2-300 Euro leben -- und dankbar sein für diese Großzügigkeit! Was dabei vergessen wird: Darunter leiden nicht nur die Praktikanten (die meist nix lernen -- von wem auch, in vielen Redaktionen sitzen auch “nur” Quereinsteiger, die überhaupt nicht wissen, wie man Wissen vermittelt -- von wegen Wissenstransfer also), sondern auch die vielen freien Mitarbeiter, denen durch diese billigen Praxis noch mehr der eh schlecht bezahlten Jobs flöten gehen. Deine Erfahrung wundert mich also überhaupt nicht.

  3. Herr Kaliban
    5

    Wer so ein Praktikum nutzen will, um mal in die Spielebranche an sich ‘reinzuriechen, könnte auch den anderen Weg gehen und es mal bei einem Publisher versuchen, in PR oder Marketing vielleicht.

    Mein Ex-Arbeitgeber etwa hat ordentliche 700 Euro pro Praktikumsmonat gezahlt.

  4. Manu
    6

    so say we all!

  5. Fabu
    7

    Ich bin der Erfinder dieses Kommentars.

  6. Konrad
    8

    Unbezahlte Praktika hin oder her, Langers Reaktion auf die ganze Diskussion zeigt vielmehr, wie unglaublich arrogant und selbtverliebt der gute Herr ist und entbößt ihn zugleich als, sagen wir mal, nicht sehr netten Menschen.

  7. Alexander Trust
    9

    Also ich bin ganz bei dir, dass es schon etwas merkwürdig ist, wenn dort Leute als Praktikanten für Lau eingestellt werden, aber viel zu tun haben. Selbst für mein 4-wöchiges Schulpraktikum beim Anwalt gab es damals 100 DM Aufwandsentschädigung.

    Ich denke aber nicht, dass man alles in der Schule lernt. Wir haben, bzw. ich persönlich habe, in den letzten 2 Jahren knapp 25 Leute für unser Online-Magazin betreut. Grundsätzlich galt für alle, dass sie, selbst wenn sie Medizin oder Jura studieren mittlerweile, oder in Ingenieurs- und Maschbaujobs untergekommen sind, teils eklatante Schwächen in der Rechtschreibung aufwiesen. Manche von denen habe ich nur einen Monat, andere ein halbes Jahr oder länger betreut.

    Und wenn es um Selbstüberschätzung geht: Da bin ich dann wieder bei Jörg Langer, denn zumindest manche von den Leuten, die sich beworben haben und bewerben, leiden darunter. Ich habe nichts dagegen meine Zeit zu investieren, um jemandem zu helfen. Nur wenn man keine Fortschritte erkennt nach 6 Monaten bezahlter Mitarbeit, dann muss man sich schon fragen, warum das so ist. Manche wollen nicht, andere können nicht besser. Letzteres ist schad, ersteres total dreist.

    Wir suchen übrigens immer freie Mitarbeiter. Ein Praktikum können wir so nicht anbieten, weil wir keine feste Redaktion haben. Aber wer sich im Home Office was nebenbei verdienen will und gaming-affin sowie nicht zu selbstüberschätzt ist, kann sich bei uns melden und wird es sicher nicht bereuen. Zumindest speisen wir ihn oder sie nicht mit “nichts” ab. ^^

    Das ist nebenbei so ein weites Feld. Unsere Gesellschaft, die hat Strukturprobleme, die dazu führen, dass wir unsere Maßstäbe und Anforderungen “selbst” immer weiter herabstufen, am Ende kommen dann eben zwar schulgebildete Leute dabei raus, nur selbst Gymnasiasten und Studenten können heute nicht mehr mit der Muttersprache umgehen.

  8. Alexander Trust
    10

    @Herr Kaliban: In die Spielebranche reinriechen kann man in PR und Marketing sicher, aber Journalisten und PRler vertreten zwei Seiten der Medaille. Während die letzereren objektivieren sollen und kritisch sein, geht es den ersteren ja nur ums Verkaufen und Schönreden, was zugegeben auch nicht jeder gleichermaßen gut kann und sicher nicht jeder für geboren ist.

  9. Hendrik Mans
    11

    Branchen, in denen es viele junge Leute gibt, die _irgendwie mit dabei sein wollen_, können sich so etwas halt leisten.

    Und ja, ich finde es auch eklig. Aber mich stören weniger Leute wie Jörg Langer, die es für sich ausnutzen — ich sehe GamersGlobal & Co eher als Realsatire --, als die Tatsache, dass es offenbar viele junge Leute gibt, die sich komplett unter Wert verkaufen, und das auch noch für einen Beruf, für den man lange nicht viel können _muss_, wie die ganzen verhinderten Bestseller-Autoren behaupten, für die dieses Spiele-Ding ja nur eine Übergangsmaßnahme ist, ja, schon seit über 10 Jahren, ups.

    Ich frage mich dann, wieso besagte junge Leute sich nicht einfach auf einen Beruf stürzen, der mehr Spaß macht und Geld bringt und das Spielen auf die Freizeit begrenzen, wo sie es vielleicht auch länger genießen können.

    • Dennis
      12

      @Hendrik

      Kieron Gillen hat mal gesagt, dass die meisten Spielejournalisten zu talentiert sind für das Feld und darum unweigerlich irgendwann auf etwas umsteigen, wo ihre Kreativität, ihre Meinung, ihre Leistungen und ihr Können geschätzt wird.

      Ich glaube, Spielejournalismus ist für viele angehende Autoren ein unglaublich attraktiv scheinendes Feld. Ganz Ehrlich: Jörg Langer war Ende der 90er einer der Helden meiner Jugend (wir hatten halt kein Internet, okay?). Gamestar, PC Games und die Bücherei standen für mich alle auf einem Level: Sie haben mir Deutsch beigebracht.

      Die ganze Games-Journalism/Games-Blogging Szene ist so aktiv, so spannend, so reizvoll wenn man sich mal ein bisschen damit auseinandersetzt. Ich kann schon verstehen, warum das für viele Leute so ein Traum ist, da mitzumachen -- umso trauriger wenn es nicht damit endet, der nächste Kieron Gillen, Simon Parker oder Leigh Alexander zu werden, sondern damit, Trailer für GamersGlobal zu posten.

  10. Dennis
    13

    @Alexander Trust:

    Das ist sehr löblich, dass ihr eure Mitarbeiter entlohnt. Internet High Five!

    Beim Lernen und den Defiziten muss ich zustimmen. Klar, da haben viele Schwächen, aber das ist auch etwas, was mit Erfahrung besser wird. Und wenn es nicht besser ist, dann muss der/die AutorIn eben an sich arbeiten, eine journalistische Ausbildung absolvieren oder vllt doch lieber was anderes machen.

    Ich würde sogar so weit gehen und sagen, dass AutorInnen und auch Redakteure besser werden, wenn Geld eine Rolle spielt. Wenn Autoren für ihre Arbeit Geld kriegen, dann schauen Redakteure genauer hin, sie versuchen das Beste aus dem Text rauszuholen, verletzte Gefühle be damned! Und das ist richtig so. Autoren strengen sich mehr an, denn es geht (egal wie hoch das Honorar jetzt ist) darum, dass die Arbeit einen Wert hat. Beide Seiten profitieren.

  11. Cait
    14

    Das ist auch einer der Gründe, warum ich von GameOne nicht mehr so viel halte. Die vergeben auch in regelmäßigen Abständen unbezahlte Praktika und begründen dies damit, dass das ja ‘normal’ sei und dass man froh sein solle, hinterher ‘GameOne’ im Lebenslauf drinstehen haben zu können. Und es werden auch nur Personen genommen, die schon mindestens mit unzähligen Programmen Erfahrungen haben und noch andere Anforderungen erfüllen müssen.

    Es kann durchaus sein, dass die Praktikanten dann aber wenigstens eine gute Zeit haben oder auch mehr lernen, als das bei anderen Praktika der Fall ist, aber ich finde gerade die Leute hinter G1, die eine ganze Zeit mal einen unheimlich sympathischen und tollen Eindruck auf mich gemacht haben, genau die hätten eine Kerbe schlagen können und müssen, in das was sonst in dieser Branche als ‘normal’ gilt.

    Das ist nur meine Meinung. Ansonsten sind das bestimmt alles ganz tolle bros und so, aber das sind dann immer die Dinge, an denen ich persönlich zu erkennen meine, wenn irgendetwas genauso bullshittig statisch und konventionell ist, wie alles andere sonst auch und eben nicht etwas ‘Besonderes’.

    • Dennis
      15

      Zumindest sagen GameOne, dass sie “schade” finden und es nicht ändern können und versuchen es nicht, das Praktikum schön zu reden. Tropfen, heißer Stein und so.

  12. vb
    16

    2007 rum habe ich für zwei Monate in Berlin bei der “taz” ein Praktikum gemacht, bekannterweise nicht gerade das zahlungsfähigste Blatt. Selbst dort gab es anstandslos ein Salär von 200 Euro, gesamtdeutsch betrachtet vielleicht nicht die Welt, aber für Berlin ganz in Ordnung. Kommilitonen während dem Studium haben von Praktika berichtet, wo 500 und mehr Euro drin waren.

    Ich frage mich, mit was für einem Selbstverständnis Seiten wie GG eigentlich erwarten, dass man für sie für umsonst arbeitet. Ist es etwa eine große Ehre, für so ein extrem “erfolgreiches” Nutzerinhalte-Schnorrermagazin 35 und mehr Stunden die Woche abzudrücken? Will man das vermitteln, so à la “Freu du armer, kleiner Prakti dich gefälligst, dass wir, die großen Langers, dir die Chance geben, in die äußerst elitäre, hochgradig professionelle Welt des Spielejournalismus zu schnuppern, deren Türen ansonsten für Normalsterbliche verschlossen sind”? Sorry, aber das kann’s nicht sein. Aber schön, so lange jemand kostenlos den Arsch hinhält, wird sich stets auch jemand finden, der selbigen dankend penetriert. Immerhin erübrigt sich anschließend die Frage, warum die Inhalte zahlreicher Publikationen heutzutage scheiße / austauschbar / gecopypasted / mies übersetzt sind. Denn Professionalität kann man für 0 Euro im Monat nicht mal bei GG ernsthaft erwarten.

  13. Michael
    17

    Wo kann man “Langers Reaktion” denn nachlesen, Fabu?

  14. Dom
    19

    Ich persönlich halte diesen Artikel für eine Frechheit und heiße unsere Sith-Overlords herzlich willkommen.

  15. Alexander Trust
    20

    @vb: Ich glaube nicht, dass es ein Selbstverständnis ist. “user generated content” ist vielmehr Fluch und Segen unserer Zeit.

    Es kann halt “jeder” irgendwas schreiben, fotografieren, filmen, musizieren und hofft so, sich selbst zu verwirklichen und auch noch Geld damit zu verdienen. GIGA war doch ein Portal, das im Web davon lebte, dass die “Fans” die Meldungen geschrieben haben. Bevor jetzt da der letzte Verkauf stattfand, gehörte das ja zu Rupert Murdoch und dem IGN-Netzwerk. In dieser Zeit gab es kaum eigene Inhalte, außer denen, die die User gemacht haben. Die User haben sich allerdings nie darüber beschwert.

    Und so wie Fabu sich jetzt darüber echauffiert, so denke ich, gibt es “trotzdem” Leute, die ihn für diese Meinung kritisieren werden -- nämlich 10- bis 15-jährige Gamer (Ende offen), die denken, dass er einfach nur neidisch ist und ihnen ihr Spielzeug kaputt machen möchte. GamersGlobal hat den “user generated content” quasi perfektioniert. Wir können doch nur neidisch dorthin schauen, wie viele News (quantitativ) dort täglich produziert werden. So viel “Manpower” haben wir einfach nicht. Und die Leute, die dort für das Magazin schreiben, zumindest viele, die “identifizieren” sich ja auch damit. Entsprechend werden die nicht froh darüber sein, wenn man Kritik an “ihrem” Magazin äußert.

    Übrigens gibt es im Gaming-Sektor genauso viele Leute der Art, wie sie sonst samstags und mittwochs bei DSDS durch den Kakao gezogen werden. Vor allem wenn man sich die Kommentare bei Golem, heise und sonst wo durchliest, merkt man, dass es dort so viele total ahnungslose Besserwisser gibt, die leider nicht wissen, dass sie keine Ahnung haben, es aber trotzdem denken. Na ja und auf so einer Basis wird es dann schwer. Wenn der Langer sich dann die Rosinen rauspickt, dann ich das zunächst mal ja sogar richtig “clever” von ihm. Moral und Business haben ja nicht immer allzu viele Überschneidungspunkte.

  16. Robin
    21

    Bei GameOne kommt noch dazu, dass sie nicht selbst darüber entscheiden, obs Bezahlung gibt. Bis auf Simon und Budi sind dort ja soweit ich weiß alle auf freier Basis angestellt und Viacom entscheidet diese Dinge. Die Leute die da arbeiten tragen da, denke ich, tatsächlich keine Schuld dran.

    Anfang letzten Jahres war ich unter den letzten beiden Bewerbern, als es darum ging, ein Volontariat bei GamersGlobal zu bekommen. Hat dann nicht geklappt und ich bin n halbes Jahr später bei nem (bezahlten) Praktikum eines anderen Magazins gelandet, das im April ausläuft und wo ich tatsächlich gute Chancen habe, übernommen zu werden. Bei dem Treffne erschien mir Jörg ehrlich recht symphatisch. Das ändert aber für mich nichts daran, dass ich kostenlose Praktika ebenfalls für indiskutabel und ausbäuterisch halte. Praktikanten werden schließlich nicht eingestellt, damit sie was lernen und man selbst sein Wissen teilen kann, sondern damit sie Datenbanken pflegen, News schreiben und andere Fleissaufgaben übernehmen können. Bei mir ist das glücklicherweise anders, aber das ist nun mal die Regel.

  17. Fabu
    22

    @Alexander Trust:

    Augen auf. Der Artikel ist von Dennis, nicht von mir.

  18. vb
    23

    @Alex: schöner Satz, dein letzter :)

    Für mich (als Journalisten, der das ganze gelernt hat, sogar blöd genug für ein Studium war und nun auch in dem Bereich arbeitet statt Taxi zu fahren) war User Generated Content bislang in hohem Maße interessant, verstanden eben als Graswurzelbewegung, wo einiges geht und jeder zum Sender werden kann -- was alteingesessene, oft selbsternannte “Profis” (und auch davon arbeiten bei GG welche, wenn ich nur an den _insert badword here_ Schnelle denke) nicht nur herausfordert, sondern letztlich auch deren Rolle zu teilen neu definiert. Aber: das ging immer ohne Geld, ohne, dass sich jemand am Können oder der zur Verfügung gestellten Zeit anderer bereichert hat. Deshalb schreibe ich z.B. auch umsonst für “Titel”, verlange keine Kohle, wenn ich morgens gelegentlich mit Manuel podcaste oder bin mir sonst zu schade dafür, kostenlos an etwas mitzuarbeiten, hinter dem ich inhaltlich stehe -- eben der von dir erwähnte “Identifikationsmoment”. Wenn’s aber dazu führt, dass andere sich ihren Arsch mit meinen Texten vergolden, dann bin ich geneigt, selbigen zu treten. Die Zahlungsmoral in dieser, unserer Branche ist beschissen genug, das muss man nicht noch mit seinem Zutun unterstützen.

  19. Cait
    24

    @Dennis

    Yoah, das ist in der Tat eher ein laues Lüftchen, wenn man es selbst ‘schade’ findet, dass man Leute ausbeutet. Und es tut mir leid für das harsche Wort, aber ein passenderes finde ich nicht. Und ich denke durchaus, dass G1 etwas daran ändern könnte.

    Es kann ja gut sein, dass die Redakteure sich dort denken: Nun ja, wir opfern von unserer Zeit, um jemandem was beizubringen, er kann sich später mit der Referenz sicher ganz toll irgendwo bewerben und so und man hat hier viel Spaß und wir reden es auch nicht schön und so.

    Aber ich versuche irgendwie über Logik herauszufinden, warum man unbezahlte Praktika vergibt.

    Wenn es mehr Arbeit macht, als abnimmt einen Praktikanten zu haben, warum stellt man dann überhaupt einen ein? G1 müsste ja keinen Praktikanten einstellen, wenn sie nicht doch irgendwie Bedarf an Arbeitskraft hätten -- behaupte ich jetzt mal so keck.

    Dann aber:

    Wenn es mehr Arbeit abnimmt, als macht, warum bezahlt man einen Praktikanten dann nicht für seine Leistungen? Wenn ein Unternehmen behauptet, dass sie es sich nicht leisten können, wertvolle Arbeitskraft zu entlohnen, finde ich das schon äußerst unterirdisch. Und wenn man Arbeitskraft nicht bezahlen kann, dann darf man auch keine haben, finde ich. Sorry, das ist jetzt sehr polemisch, aber was anderes ist unbezahlte Arbeit als Sklavenarbeit? o_O

    Geht es darum, aus ‘Nächstenliebe’ etwas von den eigenen Kenntnissen und Erfahrungen weiterzugeben und dabei auch direkt ‘auszusieben’, wer eigentlich überhaupt für den Job geeignet ist? Wenn das der Fall ist, dann verstehe ich nicht, warum es sich nur die Leute leisten können sollten, die von Haus aus finanziell gut aufgestellt sind. Sicher scheitert ein großer, fähiger Prozentsatz der potentiellen Praktikanten ganz einfach nur daran, dass sie es sich nicht leisten können umsonst zu arbeiten -- da hilft dir dann auch die größte Befähigung und das erstaunlichste Talent nicht mehr weiter.

    Und das ist das, was ich halt -- gerade bei G1 -- so schade finde, weil sie vom sonstigen Auftreten eigentlich immer mehr (vielleicht ungewollt?) versprochen haben, als sie im Endeffekt halten können. Und ich finde, da hätten sie konsequenter sein sollen und die üblichen Konventionen durchbrechen müssen. Ich erinnere mich halt nur an einen Satz von Wolf (sinngemäß): ‘Ist in der Branche halt so üblich.’ und das hat mich super abgestoßen. :(

  20. Jeremy
    25

    GamersGlobal hat den “user generated content” quasi perfektioniert.

    Ich hasse es, diesen Planeten mit euch teilen zu müssen.

  21. Hazamel
    26

    Mit seiner Einstellung könnte Herr Langer gleich noch das berufliche Ausbildungssystem revolutionieren: Verlange in Zukunft von meinen Auszubildenden, die keine Vorkenntnisse brauchen, auch ein Lehrgeld dafür, dass ich ihnen etwas beibringe und sie dann produktiv für mich arbeiten.
    Muss ja eine schöne Traumwelt sein, in der Proteste gegen Studiengebühren und Zusammenhang zwischen Elternhaus und eigenen Bildungschancen vollkommen an ihm vorbeigegangen sind

  22. Ben
    27

    Vollkommene Zustimmung.

    Bis zu einem gewissen Grade finde ich den Deal den Langers Webseite anbietet ja legitim. Du gibst uns Content, wir geben dir Plattform und vor allem ein Publikum. Gleiches beim Praktikum, Du gibst uns Arbeit, wir Dir Erfahrung und etwas für den Lebenslauf.

    Aber es gibt wie bei so vielen Dingen einen Punkt an dem man die Grenze von fair zu respektlos überschreitet. Ich empfinde es als respektlos ist den langweiligen Job des Abtippens von Pressemitteilungen an seine User auszulagern und diesen dafür ein paar Achievement-Badges an den Nick zu kleben. Ebenso ist es respektlos ein Quartal Arbeit einzufordern und dafür keinerlei Lohn anzubieten. Dass die Bewerber dazu noch intime Kenntnisse von Markt und Webseite mitbringen müssen trifft den Punkt Realsatire schon ganz gut.

    Bisschen Kaffeesatzleserei, aber ich würde sogar so weit gehen dass Web”design” von Gamersglobal die gleiche Respektlosigkeit an den Nutzern ausdrückt. Alles voller Renderingfehler, schlecht gewählter Abstände und liebloser Stockicons.

  23. Christian
    28

    Das Schlimmste am System GamersGlobal ist ja, dass es dem einzelnen Autoren den Eindruck vermittelt, man müsse sich nur genug anstrengen und irgendwann wird man dann Spielejournalist. Also das Äquivalent zur Ochsentour in der Politik.

    GamersGlobal nutzt eine Errungenschaft des Webs, nämlich dass jeder selbst publizieren kann, um überkommene Industriestrukturen zu zementieren. Das, was eine Ausbildung zum Journalisten eigentlich ausmacht, nämlich durchgehendes Feedback und Lektorat, fällt dabei weg. Die Kuh wird so lange gemolken, bis sie keine Milch mehr gibt (lies: eine Freundin oder Job hat und nicht mehr einsieht umsonst zu arbeiten).

  24. HerrJaeger
    29

    @#21: Freie Arbeit heißt “Bezahlung Optional”? Das wäre mir neu. Freelancer, zumindest die, die ich kenne, arbeiten nichts ohne vertraglich zugesicherte Zahlung. Alles andere wäre ja Wahnsinn.

  25. GameWolf
    30

    Praktis für gute Arbeit nicht zu bezahlen, ist eine große Schweinerei, da gibt es nichts drumrum zu reden. Dass das “schon immer” so war, macht es nicht besser. Ich persönlich kriege immer Bauchschmerzen, wenn junge, motivierte, gute Praktis keinen Cent bekommen. Und ich kann es auch kaum verantworten, Leute länger zu behalten, die nichts kriegen, aber gerne länger bleiben wollen, weil es ihnen so gut gefällt (klingt komisch, passiert aber sehr, sehr häufig). Das gehört sich einfach nicht. Ich selber war schon mehrmals in der Situation und möchte jetzt nicht derjenige sein, der die Missstände fröhlich aufrechterhält. Allein: Rein marktwirtschaftlich geht es kaum anders. Das wissen wir wohl alle.
    Aber daraus so kackdreist den Umkehrschluss zu ziehen, eigentlich müssten die Redaktionen ja bezahlt werden, ist wirklich beispiellos. Sagt mir aber, was ich von genanntem Objekt zu halten habe.
    Vieles läuft in “unserer” Branche schief. Ein erster Schritt in die richtige Richtung wäre Offenheit, Transparenz, mit offenen Karten zu spielen. Aber hey, einige machen selbst daraus noch irgendwie Profit. Gewusst wie, hm?

  26. Hendrik Mans
    31

    Dass man hier erst runter scrollen muss, um den Verfasser eines Kommentars sehen zu können, nur, um danach wieder hoch scrollen zu müssen, um den Kommentar lesen zu können, finde ich übrigens voll doof.

  27. Dennis
    32

    Am Redesign wird gearbeitet =]

  28. Player1
    33

    +1 für den Link zum Dunning-Kruger-Effekt. Spitze.

  29. Mazzle
    34

    Guter Artikel Dennis, welcher es wirklich auf den Punkt bringt.
    Ich fand damals GamersGlobal eigentlich als stiller Leser immer recht gut, da das Konzept mich ansprach und man somit den Usern die Chance geben konnte, sich zu profilieren und einer gewissen Audienz zu zeigen, was man drauf hat.

    Als ich selber mal versuchte News zu verfassen, mehrere sogar, wurde mir klar wie dämlich dieses System verwendet wurde. Als Neuling, mit der nicht sichersten Schreibe wird einem da fast der Karren in die Scheiße gefahren. Wirklich gesagt, was man falsch gemacht hat, wird einem nicht und so oft wie die höheren User oder die Redakteure drüber schauen könnten jene auch selber täglich 10 News pro Person posten und müsste nicht auf Pseudo-Interaktiv machen. Vor allem nicht, wenn eben durch diese News die meisten Klicks und Werbeeinahmen generiert werden und die Redakteure ihre Sache machen (was auch immer dies anstellen). Und über dieses zwanghafte aufzwingen der Schreibart von GamersGlobal will ich nicht reden.

    Allgemein unbezahlte Praktika empfinde ich als grob asozial dem wirtschaftlich schlechter Gestellten, wenn er/sie solch eine Erfahrung erleben möchte, vor allem in der teuersten Stadt Deutschlands. Gut, das mag Standard sein, aber ein Standard der zum Würgen ist. Aber DANN noch so kackdreist zu sein und zu behaupten, dass man für das was man vermittelt Geld erlangen könnte aus Sicht des Praktika-Anbieters ist eine pure Frechheit und so stark eingebildet, dass ich demjenigen auf die Schuhe kotzen könnte. Was hätte denn mein Ausbildungsbetrieb sagen können innerhalb meines ersten Jahres wo man im Grunde nur gelernt hat und nichts wirkliches geschaffen hat, was Geld einbringen könne? Hätte ich dem Betrieb die Kosten für das Material, das Werkzeug und dem Ausbilder zahlen sollen?

  30. vb
    35

    So mal ins Blaue gefragt: Diese Nutzerabzieh-Seite generiert ja Werbeeinnahmen. Die landen in wessen Tasche(n) genau und das in welchem Verhältnis?

  31. Karsten Scholz
    36

    Vorneweg: Ich mag unbezahlte Praktika auch nicht. Wenn mir eine der Computec-Redaktionen damals nicht zumindest einen kleinen Betrag pro Monat überwiesen hätte, hätte ich niemals für 6 Monate von Köln nach Nürnberg ziehen können. Und das geht bestimmt vielen anderen Leuten auch so. Lehrgeld habe ich in der Zeit übrigens auch genug gezahlt, wenn man bedenkt, wie ich mich in den Monaten einschränken musste, um über die Runden zu kommen. Aber hey, dass war während meinen drei Jahren Ausbildung (IT-Systemkaufmann) nicht anders. Wohnen in Köln ist teuer und dank deftigen Nebenkostennachzahlungen hab ich über die gesamte Zeit ordentlich Minus gemacht.

    Dennoch passt es mir nicht, dass GamersGlobal hier als das schwarze Schaf herausgestellt wird. Liegt vielleicht daran, dass ich die Seite besser finde als viele andere. Dass ich mit Jörg persönlich sehr gut klar komme (und “Fick dich” hab ich ihn noch nie in einer Diskussion sagen hören.) Und dass ich selber ab und an Content für die Seite liefere (sehr selten als User-News/Artikel, meist als bezahlten Auftrag.)

    Vor allem aber, weil das eigentliche Problem doch in fast jeder Redaktion/ in fast jedem Verlag zu finden ist. Unbezahlte Praktika gibt es nicht nur bei GG, GameOne wurde als weiteres Beispiel genannt. Wenn man die Klicks der G1-Artikel mit denen auf GG vergleicht, ist GameOne eine deutlich größere Nummer und sollte bezahlte Praktika sehr viel eher liefern können (wenn sie nicht mit ihren Werbe-Partnern total bescheuerte Deals abgeschlossen haben.) als GamersGlobal, die mit Sicherheit immer noch nicht den großen Gewinn am Ende des Tages erwirtschaften. Jörg hat auch nicht irgendeinen großen Verlag hinter sich, wie IDG oder Computec. Wenn die Großen unbezahlte Praktika anbieten würden, wäre das ein “Fick dich XY” wert.

    Aber was bieten selbst solche großen Verlagshäuser nach dem Praktikum? Volo-Stellen sind leider rar gesät. Da reißt man sich monatelang den Arsch auf, macht defacto die Arbeit eines Volos, bekommt gleichzeitig gesagt, dass man der beste Praki-Jahrgang ever ist und am Ende des Tages muss man mit ansehen, wie das Team verkleinert und die auslaufende Volo-Stelle nicht neu besetzt wird. Blöd gelaufen. Schaut man sich dann bei anderen Verlägen/Redaktionen um, gibt es ebenfalls nur offene Plätze für Praktikanten. Irgendwann stolpert man zumindest mal über die eine oder andere Anfrage für einen Video-Volo, die bewegten Bilder werden halt immer wichtiger. Und als GamersGlobal dann tatsächlich die erste Redaktion war, die nach meinem Praktikum einen normalen Volo suchte, war ich bereits so lange als Freier unterwegs, dass die Stelle nicht mehr relevant war. (Wenn man heutzutage einmal ein fester Teil eines Print-Teams ist, wird man es sich dreimal überlegen, ob man den Platz für ein Volo liegen lässt, speziell wenn man ein Haus und eine Freundin finanzieren muss :-P.)

    Und abseits von Volos und Praktikas? Du, Fabu, regst dich über unbezahlte Praktikas auf? Was ist mit den großen Verlägen, die für mehrseitige Online-Artikel gerade einmal 50 Euro anbieten? Die News-Schreiber fürs Wochenende suchen und geradezu wahnwitzig wenig Euronen für den Job zahlen wollen? Und selbst im Print-Bereich sind 50 bis 100 Euro pro Seite normal. Wie viel habt ihr früher verdient, Herr Kaliban? Als ich die Zahlen auf deinem Blog gelesen habe, wurde mir leicht schwindelig. Ist das keine Ausbeute, wenn man als Selbständiger mit einem Stundenlohn von deutlich unter 10 Euro abgespeist wird?

    Und warum tun sich das junge Leute wie meiner einer an? Vielleicht weil wir bescheuert sind. Weil wir es nicht anders kennen. Weil wir mit genügend Aufträgen ja doch irgendwie unsere Rechnungen bezahlen können. Und irgendwie ist es ja doch ein geiler Job -- ich mein: über unser aller Lieblingshobby schreiben zu dürfen, wie geil ist das bitte.

    Doch willig sein allein reicht nicht. Wie gerne hätte ich mich durch ein Volo weitergebildet. Es gab nur keine Möglichkeit dafür. Gut, dass zumindest der eine oder andere Auftraggeber gezieltes Feedback beim Redigieren hinterlässt, sodass ich aus Fehlern lernen kann. Andere haben vielleicht nicht so viel Glück. Und ungelernte Schreiberlinge gibt es da draußen zuhauf.

    Das könnte man jetzt noch weiter spinnen. Ungelernte Kräfte liefern auf diversen Seiten und in vielen Heften einen großen Teil des Contents. Kein Wunder, dass viele Leser für Content im Netz nicht zahlen wollen bzw. dass viele Magazine aus dem letzten Loch pfeifen. Und nur durch Werbeeinnahmen lassen sich Online scheinbar keine Wunder vollbringen, schließlich werden Redaktionen immer kleiner, immer weniger Volo-Stellen werden angeboten usw., dafür gibt es immer mehr Freie und Praktis. Was wiederum die Qualität weiter senkt. Ein Teufelskreis.

  32. Karsten Scholz
    37

    PS: Wenn es wirklich Online-Redaktionen da draußen gibt, die faire Preise bezahlen und motivierte, freie Schreiberlinge suchen, dann gerne bei mir melden: mail2karstenscholz@gmx.de

  33. GameWolf
    38

    Bezug nehmend auf #36:
    Wenn wir bei G1 so viel Geld hätten, wie andere Leute immer denken (und wie wir es uns selbst wünschen würden), würde jeder Prakti bei uns Kohle bekommen, ohne wenn und aber.
    Wie ich schon schrieb, mir selber gefällt das ganz und gar nicht. Wir mussten schon mehrmals sehr gute Leute gehen lassen, weil wir sie nicht bezahlen und damit halten konnten. Und, auch das habe ich kurz angerissen, persönlich lege ich Leuten immer nahe, ein unbezahltes Praktikum NICHT zu verlängern, auch wenn die Arbeit noch so toll ist. Einfach, um sie finanziell nicht komplett auszubrennen, noch bevor sie eigenes Geld verdienen (können). Andererseits sind einige feste Teammitglieder als Praktis gestartet, mit Glück KANN ein Praktikum also wirklich der Start ins Berufsleben sein.
    Was mir an der Meldung Langers aber aufstößt, ist das arrogante Gebaren, man müsste ja eigentlich noch Geld drauf zahlen, dort ein Praktikum machen zu dürfen. Egal wie klamm die Redaktionskasse ist, wie sehr die Klickzahlen zurück gingen, wie klein die Werbebanner auf der Seite geworden sind: DAS ist eine absolute Frechheit. Keiner funktionierenden Seite geht es finanziell so schlecht wie einem unbezahlten Prakti, der im teuren München irgendwie über die Runden kommen muss.

  34. Karsten Scholz
    39

    @Wolf: Ich glaube euch das nur zu gerne. Worauf ich hinaus wollte: Wenn selbst eine große Seite wie GameOne Praktikas nicht bezahlen kann, wie soll das dann eine kleine “Klitsche” wie GamersGlobal schaffen? Die Krux liegt ja darin, dass aktuell kaum jemand Praktis, Volos, Freie wirklich fair bezahlt/bezahlen kann.

    Btw. gibt es auch bei GamersGlobal diverse Beispiele dafür, dass motivierte User in die Riege der bezahlten Schreiberlinge aufgestiegen sind. Die Seite nutzt also nicht nur die Gutmütigkeit der kostenlosen Schreiber aus, sondern bietet ebenfalls Chancen. Mal davon ab, dass sich auch diverse andere Seiten bereits an User-generated-Content versucht haben/immer noch versuchen.

    Zu dem Punkt “arrogantes Gebaren” mag ich gar nicht viel Schreiben. Soweit ich bisher mit Jörg zu tun hatte, war er stets freundlich und höflich und gar nicht arrogant. Ich mag sogar seine direkte Art in den Kommentaren, weil man daran oftmals merkt, dass er wirklich viel Herzblut und Energie in sein Baby steckt und das er für GG sein letztes Hemd geben würde. Mit dem zitierten Satz kann ich natürlich ebenfalls nicht viel anfangen, bin anderer Meinung, doch finde ich es dennoch falsch, ihm und seiner Seite jetzt alleine den schwarzen Peter zuzuschieben. Ich bin sicher: Wenn er die finanziellen Mittel hätte, würde er Praktikanten nur zu gerne bezahlen.

  35. Jeremy
    41

    Was mir an der Meldung Langers aber aufstößt, ist das arrogante Gebaren, man müsste ja eigentlich noch Geld drauf zahlen, dort ein Praktikum machen zu dürfen.

    Genaus das ist der Punkt. Niemand wirft Langer vor, dass er Praktikanten nicht bezahlen will/kann. Dass er sich aber dann andersherum (ausgerechnet im Kontext der Realsatiremaschine GamersGlobal) gerne von Praktikanten für seine Wissensvermittlung bezahlen lassen würde, ist arrogant, dumm und rückständig.

  36. jojoschi
    42

    @#41:
    Kommt aber im Artikel nicht so richtig rüber, da steht:
    “Unbezahlte Praktika, egal wie sehr sie zur Norm gehören, sind unmoralisch.”
    “Das macht Praktika unzugänglich für Menschen, denen die Mittel fehlen, um in Vollzeit ohne Lohn zu arbeiten.”
    “Die Gamestar, für die ich ebenfalls schreibe, schreibt aktuell ein bezahltes 6-monatiges Praktikum aus.”
    “Und am Ende bekam ich für meinen ersten Artikel bei der GEE ein Honorar.”
    “Ich halte Seiten, die mit der unbezahlten Leistung ihrer Autoren Geld verdienen, für unmoralisch.”

    Es geht also die ganze Zeit darum, dass es unmoralisch sei Praktikanten kein Geld zu bezahlen.

  37. Jeremy
    43

    Natürlich. Ist es das etwa nicht?

  38. Hamrath
    44

    Ich find’s erstmal auch nicht verwerflich, wenn GamersGlobal kein “Gehalt” für einen Praktikumsplatz zahlt. Aber wie schon mehrmals erwähnt: München ist teuer und man hätte das ganze auch etwas netter umschreiben können, anstatt darauf hinzuweisen, wie froh man sein darf und wieviel man für’s Leben lernt, wenn man unter bei Jörg Langer Kaffee kocht und Pappkartons schleppt lernt, wie Screenshots gemacht werden.

  39. Samus Aran
    45

    Leider ist das ein branchenübegreifendes Problem, Praktika werden fast nur noch dazu benutzt, um den Festangestellten lästige Arbeiten zu ersparen. Wenn man jedoch wie ich, weil es die Uni in den Niederlanden so verlangt, eine Bachelorarbeit während des Praktikums schreiben will, hagelt es nur Absagen. Dabei hab ich mit zwei halbjährigen Praktika bei der Post und Telekom durchaus Berufserfahrung.
    GamersGlobal kenn ich nicht wirklich, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Website sonderlich viel Gewinn am Ende des Monats abwirft. 90% der User haben einen AdBlocker an und sehen die Werbung erst gar nicht. Und für ein vierwöchiges Praktikum muss man auch nicht unbedingt entlohnt werden. Ich kann mir aber vorstellen, dass die Publisher es begrüßen, wenn man schon mal in die Spielebranche reingeschnuppert hat. Wer später mal in Marketing oder PR Karriere machen will, tut gut daran ein halbes Jahr bei einer Online-Redaktion zu arbeiten.

  40. Risen
    46

    In den USA haben nun einige Studenten die Verlagshäuser verklagt, wegen den unbezahlten Praktika.
    Mein Studium (Bachelor&Master) kostet mich locker 50.000€, obwohl ich nebenbei arbeite. Ich kann es mir schlichtweg nicht leisten ein unbezahltes Praktikum zu machen. Leider kommt man ohne langjährige Berufserfahrung oder 1er Zeugnis kaum noch an die Trainee stellen, keinen Satz hab ich letztes Jahr so oft gehört wie “Machen sie doch erst mal ein Praktikum”. Ganz ehrlich, da mach ich lieber noch ne Ausbildung und gib mich mit einem mittelmäßig bezahlten Job zufrieden. Nur schade um die vielen verlorenen Jahre. :-(

  41. jojoschi
    47

    @43:
    Also ist es unmoralisch Praktikanten nicht zu bezahlen, allerdings wirft das niemand Jörg Langer vor? Genau DAS steht eben nicht im Artikel.

    Grundsätzlich halte ich es für schlecht, wenn Praktikanten kein Geld bekommen. Sicher ist der Nutzen für das Unternehmen je nach Alter des Kandidaten unterschiedlich, aber wenigstens eine Aufwandentschädigung sollte schon drin sein. Andererseits stellt sich dann bei vielen (sehr kleinen) Firmen auch die Frage, ob man bezahlte Praktika-Plätze überhaupt anbieten könnte. Was wäre dann besser für den Bewerber: gar kein Praktikum oder ein unbezahltes?
    So wie die Branche auf “relevante” Praktika schielt wahrscheinlich letzteres.
    Aber das nun alleine Jörg Langer und GamersGlobal anzulasten ist auch ein bisschen übertrieben.

  42. Alexander Gérard
    48

    Ich finde es armselig von Superlevel, Jörg Langer aus der gesamten Branche heraus zu picken, an den Pranger zu stellen und ihn dann noch zu beleidigen (siehe @Fabu’s Tweet). Nach dem Motto ‘Seht her, er bezahlt Praktikanten nicht, bewerft ihn mit Tomaten’.
    Traurig ist auch das der Beitrag wahrscheinlich nicht geschrieben worden wäre, wäre es nicht Jörg langer gewesen.

    Anstatt auf die Idee zu Kommen, dass Problem der Branche zu beschreiben. Schreibt Dennis einen subjektiven Erfahrungsbericht über seine Praktikas und Anstellungen. Es ist zwar schön zu erfahren, dass die GEE noch Geld hat, einem Redakteur zu bezahlen, nur leider hat das recht wenig mit dem eigentlichen Thema zu tun. Außerdem ist auch die GEE nicht unbedingt eine Paradebeispiel für die Branche.

    Das eigentliche Problem ist doch das GamersGlobal, wie auch jede andere Internetpublikation, in der Öffentlichkeitsökonomie ‘Internet’ bestehen muss. Und da bis heute noch kein geeignetes Geschäftsmodell im Internet gefunden wurde. heißt das, so viel Content wie Möglich zu erzeugen um dementsprechend Aufmerksamkeit auf die Seite zu lenken. Da ansonsten keine Werbung vertrieben werden kann.
    Modelle wie Facebook und Youtube die das Internet verstanden haben und nur von User generierten Content leben, machen es ja schließlich erfolgreich vor. Nennen sich aber fortan Dienste.

    Genau in diese Presche ist auch GamerGlobal gesprungen und versucht in dieser zu bestehen. Das GamersGlobal gewissermaßen auch mit Superlevel konkurriert, die das ganze kostenlos machen, verschärft das Problem von GamersGlobal noch einmals. Vor allem da sich Blogs wie Superlevel das Modell ausgedacht haben, einfach alles von Seiten wie http://www.indiegames.com zu klauen, ins deutsche zu übersetzen und das unter ihrer Flagge als Content zu vertreiben.
    Somit sieht sich wahrscheinlich ein Jörg Langer gezwungen, der vor ein paar Jahren noch einen Kredit von der Bank für sein neues Projekt aufgenommen hat (sagt er bei SuperHyperTurbo), seine Praktikanten dementsprechend zu bezahlen.

    Aber vielleicht ist auch alles ganz anders und Jörg Langer fährt mit einem goldenen Rolls Royce durch Hollywood und lässt sich die Artikel von Minderjährigen aus Somalia schreiben.

    • Dennis
      49

      @Alexander Girard

      Ich beschreibe durchaus das Problem einer Branche, meine subjektiven Erfahrungen sind hier Aufhänger. Siehe folgenden Absatz:

      Im Spielejournalismus entwerten sie die Arbeit von Autoren, indem sie zeigen, dass es auch möglich ist, monatelang ohne Lohn zu arbeiten. Es ist sogar nötig, um irgendwann Geld für die eigene Arbeit bekommen zu können. Das macht Praktika unzugänglich für Menschen, denen die Mittel fehlen, um in Vollzeit ohne Lohn zu arbeiten. Das wiederum schließt eine Menge AutorInnen aus, deren Stimmen in den Medien notwendig sind, denn ich will nicht nur Artikel von Menschen aus wohlbehüteten und finanzkräftigen Elternhäusern lesen!

      Superlevel als privates Blog als Mitschuldigen zu bezeichnen daran, dass GG Praktikanten nicht bezahlt werden schmeichelt mir natürlich sehr. Tatsächlich spielen private Blogs aber a) in einer anderen Liga und b) meine Arbeit auf Superlevel.de wird bezahlt.

  43. Jeremy
    50

    Vor allem da sich Blogs wie Superlevel das Modell ausgedacht haben, einfach alles von Seiten wie http://www.indiegames.com zu klauen, ins deutsche zu übersetzen und das unter ihrer Flagge als Content zu vertreiben.

    Yeah, right. Sechs, setzen.

  44. Fabu
    51

    “Vor allem da sich Blogs wie Superlevel das Modell ausgedacht haben, einfach alles von Seiten wie http://www.indiegames.com zu klauen, ins deutsche zu übersetzen und das unter ihrer Flagge als Content zu vertreiben.”

    Ohje. O_o

  45. Brainiac
    52

    Hallo, hallo? Es geht doch gar nicht wirklich darum, dass GG bzw. JL Praktika nicht bezahlt. Es geht um das hier:

    »Wer ist so blöd, einem jungen Menschen, der noch nicht viel kann, beizubringen, wie man sich in einem Büro verhält, schreibt, Screenshots macht und auswählt, Artikel aufbaut, redigiert, recherchiert, Videos kommentiert, Leute fotografiert, auf Events geht, ein Interview führt, Konsolen und Capture-Hardware richtig verkabelt, Videos aufnimmt, Videos schneidet, und 100 andere Sachen?

    Man könnte auch sagen, dass wir für diesen Wissenstransfer Geld bekommen müssten. Schon mal den Begriff “Lehrgeld zahlen” gehört und überlegt, wo der herkommt? Aber nein, wir bieten diese Dinge kostenlos an — und erwarten dafür, dass der Praktikant auch was leistet. Fairer Deal, finde ich, wenn man das Praktikum zeitlich begrenzt. Denn nach ein paar Monaten kann der Praktikant natürlich was, wenn er nicht auf den Kopf gefallen ist, und dann wird irgendwann die Nichtbezahlung zur Ausbeuterei.

    Kannst ja mal drüber nachdenken, wenn du mal wieder so in der Gegend herumstehst, für 10 Euro die Stunde.« <- JL im GG-Forum.

    Das geht in Dennis' Text leider relativ bald unter.

    • Dennis
      53

      Das “Langer-Statement” ist doch Teil des Themas. Er sagt, dass er es richtig findet, Praktikanten nicht zu bezahlen, denn sie würden dafür via Wissenstransfer entlohnt werden. Für einen begrenzten Zeitraum sei das okay.

      Ich erkläre, warum das Blödsinn ist und gebe Gründe dafür, warum unbezahlte Praktika nicht in Ordnung sind. Langer ist ja mit seinem Verständnis von Praktikum nicht alleine.

      So oder so:

      Schon 2010 haben JPD, dju und DJV dazu aufgefordert, journalistische Praktika angemessen zu vergüten.

  46. Sven
    55

    @Alexander Gérard: Ähm, du schreibst da etwas Unsinn, finde ich. :) Klar gibt’s Geschäftsmodelle, die funktionieren. Ob auch in Deutschland? Ob auch schon alle erprobt? Das wären andere Fragen. Sei’s drum: Ich denke, du solltest auch mal den einen oder anderen Kommentar hier lesen. Dass Praktikanten nur selten bezahlt werden -- tendenziell nicht in der Gamesbranche -- ist traurig, aber nicht der Punkt, den der Autor hier an vorderster Stelle nennt. Es ist vielmehr die Art, wie Jörg Langer argumentiert -- und das ist schlicht inakzeptabel, da respektlos.

    Dass erzwungene Quantität nicht zwangsläufig zu einem Erfolg für ein Onlinemagazin führt, dürfte auch Jörg Langer wissen. Trotzdem: Die Seitenabrufe, die durch User-Generated-Content auf GG erzeugt und damit Umsätze erzielt werden, könnte man genauso auch an die User weitergeben -- zumindest in Ansätzen zum Beispiel in Form von bezahlten Praktika. Dem Image der Seite hätte das sicher nicht geschadet, wie ich finde. Denn gerade unter Bloggern und auch anderen Seitenbetreibern genießt Langer nicht gerade den besten Ruf.

    Superlevel vorzuwerfen, sie würden Content nur übernehmen bzw. übersetzen, ist Quatsch. Das beweist ja schon dieser Artikel hier. Oder stammt der von einer anderen Seite? Von GG? :)

  47. jojoschi
    56

    @48:
    Anstatt auf die Idee zu Kommen, dass Problem der Branche zu beschreiben.

    Da stimme ich Dir zu.

    Außerdem ist auch die GEE nicht unbedingt eine Paradebeispiel für die Branche.

    Inwiefern? Bezüglich des Umgangs mit Abo-Kunden bei der Umstellung von Print auf digital: volle Zustimmung! ;-)
    Aber das meinst Du wahrscheinlich nicht.

    Modelle wie Facebook und Youtube die das Internet verstanden haben und nur von User generierten Content leben, machen es ja schließlich erfolgreich vor. Nennen sich aber fortan Dienste.

    Der Vergleich hinkt etwas: Bei YouTube werde ich an den Werbe-Einnahmen die mein Video erzielt, beteiligt (sofern ich die entsprechende Option aktiviert habe).
    Facebook ist ein schwieriges Thema: ich bin sowohl Produzent als auch Konsument. Sicher trifft das zum Teil auch auf GamersGlobal zu. Allerdings sind die meisten Dinge die bei Facebook gepostet werden für die breite Öffentlichkeit nicht interessant. Insofern könnte ich ohne Facebook damit kein Geld verdienen. Für die Artikel, die bei GamersGlobal gepostet werden, könnte ich anderswo u.U. schon Geld verlangen.

    Vor allem da sich Blogs wie Superlevel das Modell ausgedacht haben, einfach alles von Seiten wie http://www.indiegames.com zu klauen

    Ich konnte das englische Original zu diesem Artikel dort leider nicht finden. ;-)
    Musst Du schon zugeben, dass das etwas weit hergeholt ist.

  48. Dennis
    57

    @Brainiac

    Es geht in diesem Text darum, dass

    a) Unbezahlte Praktika unmoralisch und generell furchtbar sind, wegen Gründen, die im Text genannt werden (sie entwerten die Arbeit der Autoren; sie halten den Mythos aufrecht, dass die Arbeit von Berufsanfängern wertlos ist; sie erzeugen Druck auf andere Seiten und Verlage ebenfalls unbezahlt für sich arbeiten zu lassen; sie nehmen Freiberuflern, Arbeit weg)

    b) Langer in seinem zu genüge verlinkten Kommentar zeigt, dass er es auch für richtig hält, Praktikanten nicht zu bezahlen auf einer Seite, die unter anderem (!) von User-Generated-Content lebt und sogar Nutzer, um Spenden bittet.

  49. Matthias
    59

    meine Arbeit auf Superlevel.de wird bezahlt.

    WHAT?!

  50. Alex
    60

    Ich gebe zu das das zu polemisch war:

    “Vor allem da sich Blogs wie Superlevel das Modell ausgedacht haben, einfach alles von Seiten wie http://www.indiegames.com zu klauen”

    Seiten wie GG, Gamezone usw. haben das Problem, dass sie massig Content brauchen da bisweilen Qualität im Internet wenig Wert hat. Ich möchte nur klarmachen das das ein fundamentales Problem der Branche ist. Wie soll man sich ansonsten täglich 30-40 ‘News’ erklären.
    Ich möchte auch nicht Jörg Langer verteidigen, ich fand es nur unfair. Sie hätten das gleiche auch auch der GameOne Redaktion vorwerfen können. Nur sie haben sich das leichte Opfer Jörg Langer ausgesucht.
    Mich tangiert das Problem als Ingenieur so oder so nicht. Dennoch hätte ich eine andere Debatte sinnstiftender gefunden als ein Jörg Lange bashing.

  51. Brainiac
    61

    @Dennis

    na gut, ich geb’s zu: Ich wünschte mir, der Text würde sich eher um konkrete Teile des Langer-Statements drehen als um die zwei von dir genannten Punkte.

  52. Brainiac
    62

    @Dennis:
    Langer sagt nicht (nur), dass seine Praktikanten via Wissenstransfer entlohnt werden, er sagt (auch), dass er eigentlich Geld für den Wissenstransfer verlangen müsste. Genau dieser spezielle Punkt haut mich aus den Schuhen.

    Dass GG Praktikanten nicht bezahlt, halte ich dagegen ungefähr für so überraschend wie das morgendliche Weckergebimmel. Dass ich das allerdings ähnlich dufte finde wie du und die meisten anderen hier in den Kommentaren, steht dabei außer Frage.

  53. Alexander Trust
    63

    Also, ich würde, wenn ich jetzt so eine Weile über das Problem nachgedacht habe, sogar behaupten, dass Jörg Langer, ohne es zu wissen, durchaus einen Lösungsansatz vorgebracht hat.

    Wenn er nämlich ein Praktikum als “Ausbildung” von (jungen) Menschen im weitesten Sinn auffasst, dann müsste sich z. B. der GAME aber auch andere Institutionen dafür stark machen, dass man Regeln und Strukturen schafft, die so eine “Ausbildung” (wenn es denn tatsächlich eine ist), auch in einer Art und Weise entlohnt.

    Wenn Betriebe Leute ausbilden, erhalten sie Zuschüsse. Das könnte man sich für Praktika ebenfalls überlegen. Vielleicht würde dann auch ein Jörg Langer am Ende sagen -- hör zu, wenn ich vom Staat was dabei kriege, dann will ich mal nicht so sein, dafür möchte ich dann aber von Praktikant X auch Engagement und Leistung erleben.

    Und das kann dann ruhig auf alle Berufszweige ausgeweitet werden.

  54. Nerdcast
    64

    me name is potato…

  55. Ben
    65

    @Alex

    Wieso soll man nicht auch mal ganz konkret auf jemanden zeigen dürfen?
    Immer nur dieses diffuse “das ist ein Branchenproblem” lenkt doch nur davon ab dass da ganz konkrete Menschen für verantwortlich sind. Mag ja sein dass das Geschäftsmodell der ganzen Reklamefinanzierten Medienbranche kaputt ist, aber das ist ja kein Freibrief dafür sich noch mal ganz besonders daneben zu benehmen.

  56. lol
    66

    GG ist doch nur die Spitze des Eisbergs. Guckt euch doch die ganzen anderen Mags an. Zahlen oft nur 25-50 euro für Artikel (wenn überhaupt), lassen billig-Praktikanten en masse arbeiten als wären es ausgebildete Fachredakteure, vergeben Volontariate die diese Bezeichnung nicht verdienen und stellen dann Redakteuers-Zeugnisse aus, die das Papier nicht wert sind, auf das sie gedruckt werden. Damit stiehlt man diesen Leuten mitunter Jahre ihres Lebens, bis deren Blase platzt, wenn sie anfangen sich irgendwo zu bewerben.

    Ach, sie haben bei gamermag xyz gearbeitet? ja, welche Qualifikationen haben sie denn erworben, welche Redaktionsbereiche durchlaufen … Dann siehts aber bei 95% der Leute ganz, ganz übel aus. Verantwortungsbewusstsein? Nicht vorhanden, allein die eigene Gewinnmaximierung zählt.

    Aber ich dachte, Bilder-Klickstrecken seien journalistisch hochwertiger Inhalt! …

  57. Alex
    67

    @Ben

    Natürlich kann man auf Jörg Langer zeigen. Nur was soll das bringen, wenn man das eigentliche Problem nicht analysiert? Es wäre besser wenn man aufklärt, dass dieses Problem besteht.
    Die Frage ist doch, was kann man dagegen unternehmen und wie soll das Problem in Zukunft gelöst werden? Ansonsten ist und bleibt das doch nur ein weiterer rant.

    Vielleicht sollte es gesetzliche Bestimmungen geben, dass Praktikanten nicht als kostenlose Lakaien benutzt werden können, die die gleiche Arbeit wie die Redakteure erledigen.
    Ansonsten werden diese Beschäftigungsverhältnisse den Beruf des Redakteurs so oder so komplett zunichte machen.

  58. Jörg Langer
    68

    Du vergisst zu erwähnen, dass mein Zitat eine genervte Antwort auf einen unfreundlichen Post war, nicht Teil der Newsmeldung.

    Es ist nicht meine Meinung, dass wir noch Geld vom Praktikanten bekommen sollten. Dies ließe sich mit einem Minimum an Lesekompetenz und Fairness aus dem Umfeld des Original-Comments und der darin verwendeten Formulierung “man könnte sagen” herleiten. Es ist ein Denkanstoß, wie auch im letzten Satz des Comments geschrieben, mehr nicht. Ich stehe aber dazu, dass das beworbene Praktikum unbezahlt ist, wenngleich mit dem Zusatz “(Wohnzuschuss für Auswärtige verhandelbar)”. Und diesen Wohnzuschuss hat es durchaus schon gegeben. Er lag in einem Fall höher als das, was IDG meines Wissens seinen Praktikanten im Monat zahlt.

    Leider hast du das Zitat genau so aus meinem Comment geschnitten, dass es noch negativer wirken muss, als es losgelöst vom Kontext eh schon wirkt. Direkt nach dem Zitierten, im selben Comment, steht nämlich: “Fairer Deal, finde ich, wenn man das Praktikum zeitlich begrenzt. Denn nach ein paar Monaten kann der Praktikant natürlich was, wenn er nicht auf den Kopf gefallen ist, und dann wird irgendwann die Nichtbezahlung zur Ausbeuterei.” Du hast auch vermieden, andere Comments von mir aus demselben Thread zu bringen, die vielleicht nicht ganz so gut ins suggerierte Kapitalistenschwein-Bild passen. Zum Beispiel:

    >> Wir haben — außer wenn sich zwei mal kurz überschneiden, weil der eine noch da ist und der nächste schon — immer nur maximal einen Praktikanten. Weil wir die Sache ernst nehmen und wollen, dass der Praktikant genügend “Zuwendung” bekommt. <<

    Es geht bei dem Praktikum auch nicht um "3 bis 4 Monate", sondern um "1 bis 4 Monate", wobei ich die "4" erst später ergänzt habe, nach meinem Comment "Im Ausnahmefall mal 4". Aktuell haben wir einen Praktikanten, der länger da ist als diese drei Monate. Er bekommt seit dem vierten Monat tatsächlich Geld. Bislang war nur ein anderer Vollzeit-Praktikant länger da als drei Monate, die Mehrzahl hingegen etwa einen Monat.

    Ich finde es bemerkenswert, gerade uns oder mir Ausbeutung vorzuwerfen. Ich bin keinesfalls stolz darauf, einem Praktikanten kein Geld zu zahlen. Aber ich schäme mich auch nicht dafür. GamersGlobal ist kein Großunternehmen, ein paar Hundert Euro mehr oder weniger im Monat machen für uns tatsächlich etwas aus. Es steht kein Verlag oder sonstiger Geldgeber hinter uns. GamersGlobal ist ein inhabergeführtes Startup, ich zahle mir selbst weniger Geld aus, als ich in meinem ersten Monat als Redakteur im Jahr 1994 verdient habe. Bislang habe ich massiv mehr in GamersGlobal investiert, als ich Geld damit verdient habe. Das ist meine freie Entscheidung, aber ich glaube nicht, dass mich das zum Ausbeuter qualifiziert.

    Zudem werden weder unsere User ausgebeutet, noch unsere Autoren, noch unser Praktikant, noch unsere paar Mitarbeiter. Denn jeder macht freiwillig mit, ich mache niemandem bei einem Vorstellungsgespräch oder in Praktikantenausschreibungen etwas vor. Im Gegenteil, ich warne Interessenten davor, dass Spielejournalist in aller Regel kein gutbezahlter Job mehr ist wie früher.

    Es ist einfach so: Die Zielgruppe "Spieler" ist den Anzeigenschaltenden nur vergleichsweise wenig Geld wert, und die große Internetaffinität der Spieler (AdBlocker, NoScripts) hilft nicht unbedingt. Deshalb findet vieles auf einem so niedrigen Niveau statt. Selbst bei ungleich größeren Spiele-Websites, hinter denen fast immer ein großes Unternehmen steht. Ich mache GamersGlobal, weil mich Computerspiele immer noch faszinieren, und weil ich an das Konzept glaube: Ich glaube, dass User und eine Handvoll Redakteure zusammen etwas Fundierteres, Objektiveres, Besseres auf die Beine stellen können als die meisten größeren Verlage, aber auch die meisten Blogs.

    Ich finde, dein Text schießt mit ziemlich großen Kanonen auf den falschen Spatz. Von dem weitgehenden Unverständnis dem GamersGlobal-Konzept gegenüber einmal abgesehen. Komisch, dass es über die kostenlos mitarbeitenden User hinaus, die wir angeblich ausnutzen, auch noch hunderte von Usern gibt, die uns regelmäßig mit Spenden und Abos unterstützen. Das müssen ja wirklich sehr dumme Menschen sein, richtig? Zahlen auch noch dafür, dass sie augebeutet werden!

    Oder könnte es sein, dass GamersGlobal doch nicht so zum Feindbild taugt, würde man sich einmal näher und unvoreingenommen damit beschäftigen?

    Jörg Langer

    • Dennis
      69

      Hallo Jörg! Schön, dass du kommentierst und deine Position klarmachst. Setz dich, nimm dir einen Keks

      Es ist nicht meine Meinung, dass wir noch Geld vom Praktikanten bekommen sollten. Dies ließe sich mit einem Minimum an Lesekompetenz und Fairness aus dem Umfeld des Original-Comments und der darin verwendeten Formulierung “man könnte sagen” herleiten. Es ist ein Denkanstoß, wie auch im letzten Satz des Comments geschrieben, mehr nicht

      Du hast natürlich Recht, es war ein genervter Kommentar auf einen trolligen Commenter, der euch (zu Recht) Ausbeute vorgeworfen hat. Ich verstehe, dass du mit Herzblut hinter deiner Seite stehst und empfindlich auf Attacken von anonymen Trollen reagierst.

      Trotzdem macht dieser Kommentar die Denkweise dahinter offensichtlich: Es ist okay, Praktikanten nicht zu bezahlen, denn sie lernen ja was und haben somit ebenfalls etwas vom Praktikum. Ich finde diese Selbstverständlichkeit, für Arbeit nicht zu bezahlen, furchtbar.

      Meiner Meinung nach müssen Praktika bezahlt werden, “Wissenstransfer” ist keine legitime Bezahlung. Es gibt viele, leider völlig erfolglose Initiativen, die versuchen unbezahlte Praktika abzuschaffen.

      Ich stehe aber dazu, dass das beworbene Praktikum unbezahlt ist, wenngleich mit dem Zusatz “(Wohnzuschuss für Auswärtige verhandelbar)”. Und diesen Wohnzuschuss hat es durchaus schon gegeben. Er lag in einem Fall höher als das, was IDG meines Wissens seinen Praktikanten im Monat zahlt.

      Es ist löblich, dass in einem Fall der Wohnzuschuss höher ausfiel, als die 500€, die IDG an ihre Praktikanten zahlt. Nur: Das ist eine Selbstverständlichkeit.

      Wohnzuschuss für Zugezogene als optional darzustellen versetzt euch in eine Machtposition, die es Praktikanten schwer macht, überhaupt nach diesem Geld zu fragen. Bzw. auf mich hat der Wohnzuschuss gewirkt, als wäre das nur in Ausnahmefällen überhaupt möglich.

      Klar, ihr seid nette Leute und die Atmosphäre im Büro ist bestimmt super, das tut aber nichts zur Sache. Wohnzuschuss sollte nicht optional sein, es sollte Vergütung heißen und an alle Praktikanten gleichermaßen ausgezahlt werden.

      Es geht bei dem Praktikum auch nicht um “3 bis 4 Monate”, sondern um “1 bis 4 Monate

      Mein Fehler, sorry dafür.

      Bislang habe ich massiv mehr in GamersGlobal investiert, als ich Geld damit verdient habe. Das ist meine freie Entscheidung, aber ich glaube nicht, dass mich das zum Ausbeuter qualifiziert.

      Ausbeuter ist so ein starkes Wort. Können wir uns darauf einigen, dass du von der Arbeit deiner User profitierst, sie nicht bezahlst und ihnen ein unbezahltes Praktikum anbietest nachdem sie schon für deine Seite geschrieben haben und sie nach Spenden fragst? Für mich qualifiziert dich das leider doch zum Ausbeuter.

      Zudem werden weder unsere User ausgebeutet, noch unsere Autoren, noch unser Praktikant, noch unsere paar Mitarbeiter. Denn jeder macht freiwillig mit, ich mache niemandem bei einem Vorstellungsgespräch oder in Praktikantenausschreibungen etwas vor. Im Gegenteil, ich warne Interessenten davor, dass Spielejournalist in aller Regel kein gutbezahlter Job mehr ist wie früher.

      Natürlich ist das alles freiwillig! Niemand wird gezwungen bei GG mitzumachen (hoffe ich). Ich schreibe auch freiwillig für Superlevel, für Gamestar, für GEE, Kill Screen, Intro und Zeit Online. Und das ist nicht mehr so gut bezahlt “wie früher”, das ist klar. Aber es ist bezahlt!

      Toll, dass es freiwillig geschieht, aber es geschieht freiwillig, weil Seiten wie GamersGlobal (und nein, ihr seid natürlich nicht die Ausnahme), es als okay darstellen, nicht für Inhalte zu bezahlen, davon aber zu profitieren. Das ist nicht neu, ihr seid nicht alleine dafür verantwortlich und das macht es immer noch nicht in Ordnung.

      Es ist einfach so: Die Zielgruppe “Spieler” ist den Anzeigenschaltenden nur vergleichsweise wenig Geld wert, und die große Internetaffinität der Spieler (AdBlocker, NoScripts) hilft nicht unbedingt. Deshalb findet vieles auf einem so niedrigen Niveau statt

      Das ist doch genauso bei Musikmagazinen, bei Modemagazinen etc. pp. Ich finde es auch schade, dass im Moment nicht so viel Geld hierdrin steckt und ich bin mir sicher, dass du dir wünschst, deine Mitarbeiter zu bezahlen. Sowieso: Du bezahlst deine redaktionellen Mitarbeiter und du scheinst auch freie Autoren für Leistungen zu bezahlen. Das ist wunderbar! Warum nicht auch die Praktikanten?

      Ich finde, dein Text schießt mit ziemlich großen Kanonen auf den falschen Spatz. Von dem weitgehenden Unverständnis dem GamersGlobal-Konzept gegenüber einmal abgesehen.

      Jörg, ich verstehe das GamersGlobal-Konzept. Ihr seid eine Community und ein Web-Magazin. Ihr lasst User unbezahlt an der Seite mitarbeiten, ihr macht sie glücklich indem ihr ihnen bunte Badges und Achievements ins Profil klebt, dafür, dass sie langweilige Aufgaben wie das Verfassen von News oder die Pflege des Backends übernehmen. Ihr betreibt eine Redaktion, die “hochwertige” Inhalte anbietet (also Tests, Interviews etc.). Das ist mir alles klar.

      Ich verstehe auch, dass es den GG-Nutzern Spaß macht, an der Seite mitzuarbeiten. Ich habe auch nichts gegen User-Generated-Content.

      Wogegen ich etwas habe ist, dass GamersGlobal eine Seite ist, die finanziell von der unbezahlten Arbeit vieler User profitiert und sie stattdessen mit Erfahrungspunkten und Badges vertröstet.

      Wie würdest Du denn bezeichnen, was ihr mit euren Usern und euren Praktikanten macht?

      Oder könnte es sein, dass GamersGlobal doch nicht so zum Feindbild taugt, würde man sich einmal näher und unvoreingenommen damit beschäftigen?

      GamersGlobal ist nicht mein Feindbild und bis ihr eure Praktikumsanzeige geschaltet habt und du mit deinem Kommentar gezeigt hast, dass du Bezahlung für Praktikanten als nicht-selbstverständlich ansiehst, war ich auch relativ unvoreingenommen, was GamersGlobal angeht (bis auf das “Wir” in den Artikeln. Ich hasse das “Wir” in euren Artikeln)

      tl;dr

      Nochmal meine Position:

      1. Autoren sollten vernünftig bezahlt werden

      2. Praktika sollten bezahlt werden

      3. Day-to-day Aufgaben wie News verfassen an User abzutreten ist kein neues Konzept (ich empfehle als Lektüre darüber: Tiziana Terranova “Free Labor“), ist aber ein Konzept, das ich furchtbar finde.

      4. Ich finde Non-Profit Seiten, die ihre Autoren nicht bezahlen können durchaus vertretbar

      5. Ich finde Seiten, die die unbezahlte Arbeit ihrer Nutzer/Autoren/Praktikanten zum eigenen Gewinn einsetezen unmoralisch

  59. Manu
    70

    Für mich stellt sich die ganze Sache so dahr:
    Dieser Dennis ist nur frustrirt, weil er sich auf GamersGlobal nicht so wie gewünscht darstellen konnte und nicht die EXP-Stufe erreicht hat die er wollte!! Und deswegen kotztz er sich jetz hier aus, nämlihc.

  60. Jeremy
    71

    LEAVE LANGER ALONE

  61. Hamrath
    72

    Das, was dieser Manu sagt!

  62. jesters.ice
    73

    Mittels fehlendem Können, vermutlich daraus resultierender Enttäuschung sowie mit falschen Tatsachen mal eben beträchtliche Klicks für den Blog generieren. Wenigstens das scheint geklappt zu haben -- auch wenn das auf reinstem Bild-Niveau ist :)

  63. David
    74

    “Mittels fehlendem Können [...] mal eben beträchtliche Klicks für den Blog generieren”

    Aha

  64. Fabu
    75

    Autsch.

  65. Dennis
    76

    Ja, jesters.ice, ich gebs zu, ich habe es nicht bei GG geschafft, bin grün vor Neid und wünsche mir mehr Talent zum Schreiben, darum hab ich das hier gemacht m)

    Nein, um das mal klar zu sagen: Ich war nicht, wollte nie und werde wohl auch nicht bei GG zu lesen sein. Über die Qualität meiner Schreibe…da kann man sich wahrscheinlich streiten. Ist okay, wenn du es nicht magst. Und ich versuche jeden Tag an meinem Können zu arbeiten und werde dafür auch noch bezahlt. Wahnsinn!

  66. Fabu
    77

    Fun Fact: Wir haben Dennis nur genommen, weil in seiner Bewerbung ein Tippfehler war und wir davon ausgingen, er wäre eine sie mit dem Namen Denise.

  67. jesters.ice
    78

    #76: Danke für die (unnötige) Klarstellung. Keine Sorge, es ist wirklich keine Voraussetzung in der Vergangenheit mal auf irgendeiner Art und Weise auf GamersGlobal aktiv gewesen zu sein, um derartige Hetzkritiken fabrizieren zu können, die dann auch noch auf einem aus dem Zusammenhang gerissenen Statement basieren. Ich bin mir sicher, der eigentlichen Problematik um die es dir in deinem Text geht, hätte man sich in anderer, allem voran seriöserer Form heranwagen können.

    #77: Vielleicht hätte eine ‘Denise’ bei der Ausdrucksweise in Tweets nachhelfen können.

  68. Iris
    79

    #78: ich fand den Artikel ehrlich gesagt erstaunlich seriös und sachlich. Wo da die Hetze ist, könntest du mir vielleicht an ein paar Textbeispielen erklären… aber vielleicht schreibst du auch lieber sexistische Kommentare über die Sekretärinnen-Denise

  69. PlayStar
    80

    Mein Popcorn ist alle. Kann jemand neues holen?

  70. Dennis
    81

    PlayStar! Morgen gibts den Superlevel-Podcast, ich glaube das wird genug Material liefern^^ (nein, der wird toll. Hoffentlich)

  71. Jon
    82

    Die Sachlichkeit von Dennis macht Fabu’s Tweet am Ende, absichtlich, um so härter. Schade, wie schnell Menschen ihre kognitive Dissonanz (“Ich mache bei GG mit, kann also nicht so furchtbar sein”) in unsachliche Angriffe (“Hetze”, “fehlendes Können”, etc) channeln.

  72. Icarus
    83

    Superlevel hat ja bisher eher dadurch Aufmerksamkeit erreicht Inhalte von englichssprachigen Websites ungefragt zu übernehmen, aber diese niveaulose Kritik an GamerGlobal hat noch nicht mal BILD-Niveau. Der Kommentar ist völlig aus dem Zusammenhang gerissen und dass man für ein paar Wochen Praktikum entlohnt wird, ist nicht selbstverständlich. Außerdem muss ja niemand bei GamersGlobal ein Praktikum beginnen, die Big Player wie FoxMedia, IGN und Viacom zahlen bestimmt besser, oder etwa nicht? GameOne ist ja sogar im Fernsehen zu sehen, dann bekommen die Praktikanten da bestimmt auch 800€ im Monat, wie es in anderen Branchen üblich ist.

    • Dennis
      84

      Hallo Larnak!

      Dass du auf so eine souveräne Antwort von Jörg nicht besser zu reagieren weißt, macht dich wirklich nicht gerade glaubwürdig. Tut mir Leid. Du könntest dich inhaltlich mit den Argumenten auseinandersetzen, stattdessen nur weiterhin polemisches “du Ausbeuter!”-Gerufe.

      Es tut mir sehr leid, wenn du meine Antwort an Jörg Langer als polemisch empfindest. Kannst du mir bitte sagen, wo ich “du Ausbeuter” rufe, ohne auf Jörgs Argumente einzugehen?

      Jörg Langer hat in seinem Kommentar geschrieben, dass ich seinen “Lehrgeld”-Satz aus dem Kontext gerissen habe. Das finde ich nicht.

      Diese Sache liegt mir sehr am Herzen und ich versuche so sachlich und unvoreingenommen daran ranzugehen wie nur möglich.

      Ich verstehe deine Gehässigkeit nicht, die vor allem in deiner Reaktion doch immer wieder zwischen den Zeilen hervorblitzt. Solche Situationen sind immer von Geben und Nehmen charakterisiert. Derjenige, der findet, dass er genug bekommt, sodass das, was er gibt, gerechtfertigt ist, wird sich bewerben. Und derjenige, der der Meinung (oder in der Situation) ist, dass er auf einem Wohngeld bestehen muss oder will, kann das ebenso deutlich machen. Dass es das schon gegeben hat beweist, dass es kein Ausschlusskriterium ist. Natürlich wäre es besser, wenn es ein üppiges Praktikanten-Gehalt gäbe. Aber es ist auch nicht schlimm, wenn es das nicht gibt.

      Doch. Es ist schlimm, wenn du als Praktikant nicht für deine Leistung bezahlt wirst. Es tut mir leid, wenn ich gehässig wirke. Das habe ich nicht vor.

      Übrigens: Überleg mal, was so ein handelsübliches Studium die Studierenden kostet. Und das wird sogar vom Staat finanziell ganz gewaltig unterstützt. Hier ist der Effekt genau der gleiche: Investition von Zeit und Geld, um Wissen zu erlangen. Allgemein kein schlechter Deal in einer Gesellschaft, in der Wissen zu einer der wichtigsten Ressourcen gehört.

      Nicht alle Studenten werden vom Staat unterstützt und Deutschlands Bildungssystem ist bei weitem nicht ideal (auch nicht schlecht aber).

      In Dänemark z.B. bekommt jeder Student Gehalt vom Staat.

  73. Fabu
    85

    Superlevel hat ja bisher eher dadurch Aufmerksamkeit erreicht Inhalte von englichssprachigen Websites ungefragt zu übernehmen

    Beispiele?

  74. Larnak
    86

    @Dennis:
    Dass du auf so eine souveräne Antwort von Jörg nicht besser zu reagieren weißt, macht dich wirklich nicht gerade glaubwürdig. Tut mir Leid. Du könntest dich inhaltlich mit den Argumenten auseinandersetzen, stattdessen nur weiterhin polemisches “du Ausbeuter!”-Gerufe. In einem hat jesters.ice in jedem Fall Recht: Die Sache mit den Klicks hast du wohl verstanden.

    Ja, Jörg profitiert von der Arbeit von Usern und Praktikanten. Aber: Die User und Praktikanten profitieren auf der anderen Seite ebenso. Erstere, weil sie vermutlich Spaß dabei haben und letztere, weil sie etwas lernen. Klar ist: Wenn du mutwillig das Geben und Nehmen dieser Situation ausblendest, wird Jörg zum Ausbeuter. Fakt ist aber auch: Die Arbeit, die geleistet wird, ist, ebenso wie die Spenden, absolut freiwillig. Bei GG machen diejenigen User mit, die daran Spaß oder Interesse haben. Für das Praktikum bewerben sich diejenigen, die sich daraus wertvolle(!) Einblicke in ein (mögliches) Berufsleben oder eine schöne(!) Erfahrung erhoffen. Soll ja vorkommen, dass der eine oder andere für solche Dinge zu zahlen bereit ist – und wenn er das indirekt durch Verzicht auf eine Bezahlung tut. Und diejenigen, die das Projekt als Ganzes unterstützenswert finden und das Geld erübrigen können, spenden dafür. Ebenfalls nichts ungewöhnliches, möchte ich behaupten. Und: Ebenfalls völlig freiwillig.
    Natürlich, wie gesagt, oft unbezahlt. Aber: Zum einen hat der normale User im bezahlten Verhältnis gar nicht die Möglichkeit in dem Tempo zu arbeiten, wie er möchte. Auf GG kann er das tun. Und: Es gibt haufenweise Seiten, die aus den (gratis)-Inhalten ihrer Nutzer Profit schlagen. Ich sage mal Facebook. Ist prinzipiell das gleiche Prinzip, nur ohne Redaktion. Bist du da auch so kompromisslos eingestellt?
    Außerdem: Aktive GG-User bekommen mehr als nur Erfahrungpunkte und Medaillen. Sie können sich von den GG-Gulden nämlich Abomonate kaufen, für die “Nur-Leser” Geld zahlen müssten. Das ist durchaus eine Form der indirekten Bezahlung.
    Weiterhin sollte man ergänzend erwähnen, dass schon eine ganze Reihe von ehemals “nur” aktiven Usern Redaktionsmitglieder geworden sind.

    Ich verstehe deine Gehässigkeit nicht, die vor allem in deiner Reaktion doch immer wieder zwischen den Zeilen hervorblitzt. Solche Situationen sind immer von Geben und Nehmen charakterisiert. Derjenige, der findet, dass er genug bekommt, sodass das, was er gibt, gerechtfertigt ist, wird sich bewerben. Und derjenige, der der Meinung (oder in der Situation) ist, dass er auf einem Wohngeld bestehen muss oder will, kann das ebenso deutlich machen. Dass es das schon gegeben hat beweist, dass es kein Ausschlusskriterium ist. Natürlich wäre es besser, wenn es ein üppiges Praktikanten-Gehalt gäbe. Aber es ist auch nicht schlimm, wenn es das nicht gibt.
    Übrigens: Überleg mal, was so ein handelsübliches Studium die Studierenden kostet. Und das wird sogar vom Staat finanziell ganz gewaltig unterstützt. Hier ist der Effekt genau der gleiche: Investition von Zeit und Geld, um Wissen zu erlangen. Allgemein kein schlechter Deal in einer Gesellschaft, in der Wissen zu einer der wichtigsten Ressourcen gehört.

    Ich glaube, du hast dich in deine Position etwas zu sehr hineingesteigert, um zu sehen, dass es noch etwas zwischen Schwarz und Weiß gibt.

  75. Dennis
    87

    @Icarus

    Bitte zeig mir Inhalte, die von englischsprachigen Websites übernommen wurden.

    Wenn Superlevel als irgendwas Aufmerksamkeit erreicht hat, dann als Linkschleuder. D.h. wir verlinken auf Spiele/Seiten/Dinge, die interessant/gut/lesenswert sind. Das passiert tatsächlich ungefragt, geschieht aber bei GG ebenso wie bei Gamestar, RPS, PC Gamer etc. (Man nennt es verlinken und es ist nicht dasselbe wie “übernehmen”, das ist Diebstahl und das lasse ich mir als Vorwurf nicht gefallen)

    Im Moment versuchen wir, wie etwa hier, mehr zu tun als “nur” zu ordnen und zu empfehlen, sondern zu kommentieren und redaktionelle Inhalte zu liefern.

    Jörg Langers Kommentar ist auch nicht aus dem Zusammenhang gerissen, sondern verdeutlicht die Einstellung, die Langer zu Praktika hat. Im größeren Zusammenhang steht da, dass Langer ab einer gewissen Zeit eine Grenze sieht, bei der Praktikum zur Ausbeutung wird. Diese Grenze sehe ich nicht. Unbezahlte Praktika sind für mich, per se, Ausbeutung und nur in den seltensten Fällen vertretbar.

    Dass du glaubst, Praktikanten sollten nicht entlohnt werden stimmt mich traurig. Sowohl als Praktikumsanbieter als auch Praktikant ist das schade. Deine Arbeit hat Wert, egal ob du Praktikant bist oder erfahrener Redakteur. Sie sollte entlohnt werden.

    Ich habe auch nichts gegen Menschen, die für GG schreiben. Schön, wenn sie das erfüllend und interessant finden. Ich finde bloß, dass ihre Leistung auch entlohnt werden sollte, denn GG ist kein privates Blog, das von Freunden geführt wird, sondern ein Magazin, das seine Nutzer benutzt, um Profit zu generieren.

    Dass GameOne Praktikanten kein Geld zahlt ist ebenso traurig wie dass GamersGlobal Praktikanten nicht entlohnt bzw. wie Jörg hier klargestellt hat: Nur in seltenen Fällen einen Wohnkostenzuschuss zahlen kann.

  76. Tobias Schulze
    88

    Ich habe selten einen privaten Blog gelesen, der so eklatante orthografische Schwächen hat. Die Kritik an unbezahlten Praktika (es gibt keine “Praktikas”!) ist zwar löblich, aber GamersGlobal ist der falsche Adressat. An den Pranger gehören Unternehmen, die das Gehalt für die Praktikanten aus der Portokasse zahlen könnten, aber dennoch darauf verzichten.

  77. Fabu
    89

    Ab sofort bitte nur noch kommentieren, wenn der GG-Rang 20 oder höher ist. Dieses scheiß Fußvolk will ich hier nicht sehen.

  78. Larnak
    91

    @Dennis:
    “Jörg Langers Kommentar ist auch nicht aus dem Zusammenhang gerissen, sondern verdeutlicht die Einstellung, die Langer zu Praktika hat. Im größeren Zusammenhang steht da, dass Langer ab einer gewissen Zeit eine Grenze sieht, bei der Praktikum zur Ausbeutung wird. Diese Grenze sehe ich nicht. Unbezahlte Praktika sind für mich, per se, Ausbeutung und nur in den seltensten Fällen vertretbar.”

    Doch, der ist aus dem Zusammenhang gerissen. Da du bei GG offenbar öfter mitliest, da du den Beitrag ja gefunden hast, denke ich, weißt du, dass Jörg gern bewusst sarkastisch oder offensiv auf blödsinnige Kommentare reagiert. In diesem Zusammenhang ist das, was du zitierst, zu sehen. Du stellst diesen Zusammenhang überhaupt nicht her. Desweiteren: Die Grenze ist nicht einfach nur eine Grenze, wie du sie nun wieder hinstellst, sondern folgt einer Argumentation, einer Begründung. Und zwar der, dass die Ausbeutung dann beginnt, wenn der Praktikant nicht mehr lernt, sondern nurmehr arbeitet. Diese Grenze ist im Rahmen des Wissenstransfers in meinen Augen sinnvoll und zeigt, dass Jörg tatsächlich bereit ist, moralische Verantwortung zu übernehmen und betont andererseits den Wert, den Jörg (zu Recht) Wissen beimisst. Du kannst ja gern meinen, dass auch eine Menge “gezahltes” Wissen kein gezahltes Geld aufwiegen kann, trotzdem solltest du diese Argumentation beachten, wenn es dir nicht nur um Polemik geht. Gleichenfalls solltest du in einem solchen Fall (also dem, in dem es dir nicht nur um Polemik geht) darauf verzichten, das Wort “Ausbeutung” zu verwenden, da man die Bedeutung dieses Wortes schon sehr strapazieren muss, um Jörgs Argumentation trotzdem noch innerhalb der Bedeutungsgrenzen zu sehen.

  79. Monoxyd
    92

    “Wenn dir alle Argumente ausgehen -- kritisiere die Rechtschreibung deines Gegenübers.” #scnr

  80. Andreas
    93

    Mal die ganze Diskussion um unbezahlte Praktika, Lehrgeld usw beiseite: Was lerne ich eigentlich von Langer? Die Seite sieht scheiße aus, die Reviews und News sind alles Texte von der Stange. Rechtschreibung? Ich meine, warum sollte ein Praktikum bei GG nützlich sein? Die Form des Spielejournalismus, die Langer propagiert ist am Aussterben.

  81. Santa
    94

    Scheint ja viel dran zu sein an der Kritik, wenn ihr diese sofort löscht.
    Mit dieser Zensur habt ihr euch endgültig disqualifiziert, welcome to the Internet, bitches!

  82. Larnak
    95

    Natürlich kann ich das sagen, ich meine diese Stelle:
    “Ausbeuter ist so ein starkes Wort. Können wir uns darauf einigen, dass du von der Arbeit deiner User profitierst, sie nicht bezahlst und ihnen ein unbezahltes Praktikum anbietest nachdem sie schon für deine Seite geschrieben haben und sie nach Spenden fragst? Für mich qualifiziert dich das leider doch zum Ausbeuter.”
    Sie trieft gerade so vor Gehässigkeit, oder nicht? Erst eine angedeutete Kompromissbereitschaft, angedeutetes Einschwenken, dann wirres zusammensetzen von Dingen, zwischen denen kein Zusammenhang besteht und am Schluss der finale Stich: Das Einschwenken war eine Täuschung.

    Mir ist nicht klar, warum so ein Manöver als Antwort auf eine offene und sachliche Klarstellung nötig ist.

    Da du direkt mit “du” schreibst, bin ich auch so frei, mit “ich” zu antworten: Wenn ich ein gut gemachtes Praktikum über, sagen wir, 1-2 Monate machen kann in einer Position, in der für mich die Erfahrungen und das, was ich dort lernen kann, dann ist das, zusammengenommen mit der Tatsache, dass mir dieses Praktikum anderswo Türen öffnen kann, in Ordnung. Natürlich würde ich mich, um bei mir zu bleiben, freuen, wenn ich Geld bekomme. Ich sehe aber für mich tatsächlich einen großen Wert im Wissen und in der Wissensvermittlung, sodass für mich die “Gleichung” am Ende auch ohne Vergütung stimmt.
    zum Studium: Doch, alle Studenten werden unterstützt. Würden sie es nicht, würden Studiengebühren von mehreren Tausend Euro pro Semester anfallen, wie einige das von Auslandssemestern kennen. Die Lebenshaltungskosten bekommt ein Teil von ihnen ersetzt, das ist richtig.

    Zu deiner Verteidigung möchte ich trotzdem betonen, dass du dich den Kommentaren wenigstens noch auf inhaltlicher Ebene stellst. Das kann man von Fabu nicht gerade sagen. Schade.

  83. Jeremy
    96

    Scheint ja viel dran zu sein an der Kritik, wenn ihr diese sofort löscht.
    Mit dieser Zensur habt ihr euch endgültig disqualifiziert, welcome to the Internet, bitches!

    Hallo Santa, gerade extra für dich nachgesehen: Hier wird und wurde nichts gelöscht und landete auch nicht im Spamfilter. Liebe, Jeremy.

  84. Larnak
    97

    Nachtrag zu meinem letzten Kommentar:
    Der zweite Satz im dritten Absatz war unvollständig, hier vollständig:

    Wenn ich ein gut gemachtes Praktikum über, sagen wir, 1-2 Monate machen kann in einer Position, in der für mich die Erfahrungen und das, was ich dort lernen kann, sehr wertvoll oder für mein Berufsziel relevant ist, dann ist das, zusammengenommen mit der Tatsache, dass mir dieses Praktikum anderswo Türen öffnen kann, in Ordnung.

  85. JC
    98

    Frage an den Autor:

    Fändest du es besser, wenn GG dann gar keine Praktika anbieten würde, da ja offenbar keine Mittel dafür zu Verfügung stehen?

    Wie die bisherigen (und zukünftigen) Praktikanten auf diese Frage antworten dürfte klar sein.

    Für wessen Wohl setzt du dich dann eigentlich hier so ausdrucksstark ein?

  86. Fabu
    99

    Liebe Herrschaften. Der Dennis ist jetzt für 5 Tage unterwegs und in der Zeit nur sporadisch online. Sollte er also auf neue Kommentare vorerst nicht reagieren, liegt das daran.

    Tobt euch hier ruhig aus. Und hört gute Musik. Ich werde in der Zwischenzeit das amerikanische Internetz raubkopieren und daraus recycelte Artikel für Superlevel erstellen. <3

  87. PlayStar
    100

    In der Zwischenzeit durchbreche ich die 100-Kommentare-Grenze und hol mir selber mein Popcorn. Faules Pack.

  88. ganga
    101

    Nur mal so am Rande. GG hat vor kurzem auch einen Video Trainee eingestellt (http://www.gamersglobal.de/news/49310/gg-intern-neuer-mitarbeiter-ramon-domke), und ja, der wird auch bezahlt.

    Zu der News an sich:
    Darüber kann man sicher geteilter Meinung sein. Auch ich (als GG-Abonnent) würde mich freuen, wenn GG ein bezahltes Praktikum anbieten würde/könnte. Nicht, dass ich mich dafür interessieren würde, aber für den Praktikanten wäre es nun einfach schöner, wenn er nicht noch allzu hohe Kosten (Wohnkosten in München) tragen müsste. Das scheint aber derzeit nicht möglich zu sein. So möchte auch ich die Frage stellen: Wäre es dann besser gar kein Praktikum anzubieten, anstatt offen damit umzugehen, dass das Praktikum nicht bezahlt ist (Jörg hat sogar auf das bezahlte Praktikum bei IDG in München hingewiesen)? Ansonsten vertritt die News deine Meinung Dennis, das ist vollkommen okay, bei der Zeit des Praktikums hast du dich vertan, aber das kann ja vorkommen.

    Zu den Kommentaren (vornehmlich weiter oben):
    Ich hab den Eindruck, dass hier viele annehmen, dass sich das Praktikum ausschließlich an Studenten, die im Bereich Spielejournalismus arbeiten wollen richtet. Das Praktikum ist an ALLE gerichtet. Qualifizierung ist lediglich ein Geburtsjahr vor 1996 und ein bestimmtes Userlevel, was sich jedoch wirklich schnell erreichen lässt. Wenn mich nicht alles täuscht hat auch ein 16-jähriger eben dieses Praktikum absolviert.
    Spannend finde ich auch, dass in einigen Kommentaren Jörg eine gewisse Arroganz vorgeworfen wird, basierend auf dem, aus dem Zusammenhang gerissenen, Zitat. Wer Jörg kennt weiß, wie jesters.ice auch schon schrieb, dass er gerne mal auf provokante Kommentare provokant antwortet. Gleichzeitig geht man aber davon aus, dass die GG-Community aus10 bis 15-jährigen Gamern besteht, die denken, dass sie, wenn sie genügen EXP und Achievements sammeln, auf einmal gut bezahlte Spielejournalisten wären. In meinen Augen ist diese Denke das eigentlich respektlose.

    Und zum Schluss möchte ich noch anmerken, dass ich sämtliche Kommentare zu diesem Thema des Autors fabi einfach nur peinlich finde. Dass man über die Bezahlung von Praktika geteilter Meinung sein kann, schrieb ich ja schon am Anfang, wieso das in übelste Beleidigungen, auf die man dann auch noch stolz ist, ausarten muss erschließt sich mir nicht.
    Superlevel sagte mir bis heute Mittag gar nichts, wenn man hier allerdings der Meinung ist, dass solche Beleidigungen angebracht sind, wird das abseits dieser Diskussion auch mein einziger Besuch auf dieser Seite sein.

  89. ganga
    102

    Nachtrag:
    Ich meinte natürlich Fabu und nicht fabi. Keine Absicht.

    • Fabu
      103

      Ich bin ein unverbesserlicher Internetzrüpel, Ganga. Trotzdem würde es mein Herz mit Wärme füllen, wenn wir dich auch in Zukunft auf Superlevel begrüßen dürfen.

  90. bkosko
    104

    Zum Glück gibt es eine einfache Lösung, nicht in einem unbezahltem Praktikum zu landen: EINFACH KEIN UNBEZAHLTES PRAKTIKUM MACHEN

    Warum glauben hier die Leute, dass irgenjemand zu einem unbezahlten Praktikum gezwungen wird? Wer Geld für seine “Arbeit” haben will, soll sich doch auch danach umschauen und einfach eine für ihn unterbezahlte Stelle/Praktikum ignorieren.

    Schönen Abend noch.

  91. Marcel
    105

    Genauso siehts aus, bkosko. Solange sich ein Dummer findet ist doch alles in Ordnung. Ich hab auch kein Verständnis für die ganzen Idioten, die heutzutage noch für nen Prakti bezahlen. Die können offensichtlich mit Geld nicht umgehen!

  92. Jimbo
    106

    Ich werde in der Zwischenzeit das amerikanische Internetz raubkopieren und daraus recycelte Artikel für Superlevel erstellen. <3

    Aber bitte vorher ausdrucken!

  93. Heisenberg
    107


    Wenn man das hört und gleichzeitig den Artikel liest, kommt Jörg noch viel sinistrer rüber…

    Aber mal im ernst: bisschen mehr <3, Leute! Erinnert mich hier alles ein bisschen an "Die tollen Fußballstars". In den Hauptrollen: Dennis Ozora, der mit seiner Drill-Schreibe eine Lanze für potentielle Praktikanten bricht, vs. Kojiro Langer, der eben jene mit Tiger-Ausbeutung für seine sinistre Gewinnmaximierung ausnutzen will. Und Fabu Ichizaki ist auch dabei, kriegt der kriegt aber mal wieder nur den Ball in die Fresse.

    Sweet!

  94. PARALAX
    108

    Jörg und die gesamte GG Redaktion wird auf Dauer mit der Aktion auf die Schnautze fallen. Zu dumm nur, das sie nichtmal merken, wie sie sich mit solchen Aktionen selbst ihr eigenes Grab schaufeln, je mehr sie denken der Menscheit mit solchen Aktionen “etwas Gutes” zu tun. Wer ist denn so blöd und stürzt sich freiwillig noch in Verpflegungs- und Anreisekosten, nur um ein paar Tage mal ein wenig Redaktionslust zu schnuppern? Ich denke das beschränkt sich auf Leute, die direkt vor Ort wohnen, wohlhabende Eltern und viel zuviel Zeit haben oder glaubt man bei GG ernsthaft, die Jemand dafür die Schule schwänzen bzw. Urlaub nehmen würde? Naja, lange wird es eh nicht mehr dauern, bis die letzten Fans verdrängt wurden. Bis auf eine kleine Fangemeinde wird an Lesern dann genau das übrig bleiben, was am Anfang schon dabei. ;-)

  95. PARALAX
    109

    Ach übrigens…(hier kann ich’s ja sagen, ohne das es zensiert wird) war ich derjenige, der als “Anonymous” auf Jörg und Mick’s Beiträge entsprechend geantwortet habe, was den Herren wohl nicht geschmeckt haben dürfte. Tja, wenn man Recht hat…

    Zitat von Jörg:

    [...] Wer ist so blöd, einem jungen Menschen, der noch nicht viel kann, beizubringen, wie man sich in einem Büro verhält, schreibt, Screenshots macht und auswählt, Artikel aufbaut, redigiert, recherchiert, Videos kommentiert, Leute fotografiert, auf Events geht, ein Interview führt, Konsolen und Capture-Hardware richtig verkabelt, Videos aufnimmt, Videos schneidet, und 100 andere Sachen? [...]

    Zitat von Mick:

    [...] Klar, diese ganzen alten Säcke sind ja auch schon alle senil, wenn sie die 30 erstmal überschritten haben. Was in der “heutigen Generation” aber tatsächlich deutlich stärker vertreten ist, ist der Hang zur Selbstüberschätzung, nur weil jemand in der Video-AG mal vor der Kamera herumgekaspert ist. Dafür ist den meisten der Begriff “Duden” fremd…
    Ach ja, unter “auf Events gehen” versteht man nicht, wie man sich in die Dorfdisko reinschmuggelt. [...]

    Und denkt nicht, das ich die Beiden erst seit gestern kenne. Sie sind mir bereits seit Anfang der PC-Player Zeit bekannt. Damals hatte ich sie noch positiv in Erinnerung. Schade, wie es sich in den letzten Monaten entwickelt hat. Übrigens bin ich nicht der Einzige, der wegen seiner Meinung auf GG nicht mehr Willkommen ist. Von einem meiner Forenuser habe ich vor ein paar Tagen ebenfalls erfahren, das er deswegen kurzerhand ausgeschlossen wurde. Ich werde auch weiterhin meine Meinung immer und überall schreiben, wo ich nur kann und wo GG verlinkt wird, solange es dieses Portal gibt. Nachdem man nach monatelanger Arbeit derart mit Füßen getreten wird weil man das sagt, was man denkt, haben sie nichts Anderes verdient.

  96. Herr Kaliban
    110

    Okay, ich will auch mal was dazu sagen.

    Ich habe 1998 meine Karriere bei GameStar begonnen, mit einem Volontariat (oder wie GS es nannte “Traineeship”). Jörg Langer war mein Chefredakteur.

    Man mag von der Art, wie Spielejournalismus dort betrieben wird/wurde, halten, was man will, aber… ich habe dort, insbesondere von Jörg und Martin Deppe, das Schreiben gelernt. Sehr gründlich, mit teilweise harschem Feedback. Ich glaube nicht, dass man in irgendeiner Fachredaktion in Deutschland das Handwerk gründlicher gelernt hat. Insofern mag sich auch ein unbezahltes Praktikum bei GG durchaus lohnen, wenn Jörg die Sache tatsächlich so ernst nimmt, einem die Grundzüge journalistischen Schreibens beizubringen.

    Ich bin grundsätzlich bei Dennis, was die Bezahlung von Praktika angeht, aber GG ist eben keine Redaktion, sondern eine User-Bespaßungsmaschine — an dem Projekt nimmt man eben teil, weil man was für sich darin findet oder nicht. Ist in der Tat ein bisschen der falsche Baum, der da angebellt wird.

    Das ganze sähe auch nicht ganz so blöd aus, hätte Jörg nicht in dem Kommentar ein bisschen sehr arrogant reagiert.

  97. R.Age.D
    111

    Wie ernst Langer seinen Bildungsauftrag nimmt, kann man übrigens hier in diesem Video ganz gut sehen: http://dai.ly/j7fvFq

    Wer da vor laufender Kamera nervös und unsicher ist und kurz für eine Antwort überlegen muss, der wird einfach mit einem »Wichser« stehen gelassen. So führt man den Nachwuchs wahrlich behutsam ins ‘Rampenlicht’.

    Auch dieser Praktikant wird nicht etwa schonungslos unterm dem GamersGlobal-Bahner dem Hohn und Spot des Internets preisgegeben http://youtu.be/aIaQFyqaZzY

  98. jesters.ice
    112

    #108 & #109: Meine Güte, bist du ein lächerlicher Hater, Manuel. Schon mal daran gedacht, dass bereits einige Leute ein Praktikum bei GG gemacht haben? Sind die jetzt deiner Meinung nach auch lächerlich? Haben die jetzt etwas schlechtes absolviert?

    Nein. Ein gefundenes Fressen ist das hier, um dich auszuheulen. Nichts weiter.

    “Übrigens bin ich nicht der Einzige, der wegen seiner Meinung auf GG nicht mehr Willkommen ist.”
    Immer noch das Problemchen? Mensch, schreib doch auf superlevel von deinen gamescom Besuchen, Retrotreffen oder deinem schnuckeligen Radio -- aber komm mal drüber hinweg, dass nicht gern gesehen ist, Morddrohungen auszurufen, oder jedem auf die Nase zu binden wie die persönliche sexuelle Ausrichtung ist, nur um am Ende allen die vernünftig formulierte Kritik äußern als Schwulenhasser zu bezeichnen. Löschen von Spam hat übrigens nichts mit der Löschung von berechtigter Kritik zu tun. Andererseits: Spam weiter -- es sorgt für Unterhaltung und füllt die Screenshots-Archive der ein oder anderen Leute auf den ein oder anderen Seiten :)

  99. vb
    114

    GG muss man wahrlich nicht demontieren oder anbellen. Das erledigt deren Fanboytrupp ganz von selbst, wie deren Kommentare hier wunderbar illustrieren. Also: mal weiterhin schön die “Menno ihr habt den Jörg gedisst!” (war DER jörg nicht der luibl von der 4p? welcher jörg ist nun der größere?) Tonalität beibehalten. Erinnert ein wenig dran, wie man früher ganz leicht Onkelz-Spackos provozieren konnte: einfach deren Sänger mit drastischen Worten als das beschreiben, was er ist und schwupps: “Ihr habt DEN KEVIN beleidigt!!” Parallelen zwischen dörflich-blöden Dummkapellenhörern und GG-Autoren zieht natürlich niemand. Not.

  100. jesters.ice
    115

    #114: Ach, das Fanboy-Argument. Aber nun gut, dein Kommentar zeigt zumindest, dass es hier weniger um die Sache geht, als vielmehr mal einfach aus Prinzip wo draufzukloppen, Hauptsache man bekommt die gewünschte Aufmerksamkeit. Hat ja offensichtlich auch funktioniert. Hoffe nur das dies keine allgemeine Bloggermentalität darstellt. Traurig anzusehen.

  101. vb
    116

    ganz ruhig, kleiner. scrollste ein wenig nach oben, da dürftest du feststellen, dass meine ersten kommentare gestern (das war, ehe du nach dem gg-forenpost hier aufgetaucht bist) einer neutral-sachlichen auseinandersetzung mit einer thematik, die ich als unschön erachte, dienten. dank deinen allgemeinen rundumschlägen seit deinem ersten post hier ist selbige jedoch äußerst erschwert zu führen. wenn du willst, dass man mit dir hier als erwachsenem (bist du das so alterstechnsich eigentlich schon, oder gibt’s bei der gamescom noch nicht das rote bändchen?) debattiert, dann steige doch bitte nicht in eine diskussion ein mit worten wie “bildzeitungs-niveau” -- denn die “bild” bezhalt ihre autoren recht anständig ;)

  102. jesters.ice
    117

    #116: Was hier viele meinen über andere zu wissen ist beinahe interessanter als der Artikel. Wie die Leute drauf aufmerksam geworden sind, kann ja nur direkt über die GG-Seite gewesen sein, sonst lässt sich die Fanboy-Keule nicht mehr so locker flockig schwingen. Trauriger kann mich da nur das Wissen stimmen, dass du mit deinen zwei Jährchen mehr auf dem Buckel zu derartigen Schlussfolgerungen kommst. Aber mir ist klar das jemand nicht zwingend erwachsen ist, weil er Alter xx erreicht hat. Hier schön nachzulesen. Danke!

  103. vb
    118

    ehe das nun in anscheißereien wegen einzelner satzbausteine ausartet: liegt dir an einer ernsten debatte hier? ja? gut. dann sag bitte auch was ernstes an und steig nicht mit wie in kommentar #74 mit “mittels fehlendem können” in eine debatte ein. denn damit streckst du nur den mittelfinger durch, signalisierst aber keinerlei bereitschaft zu einer auseinandersetzung. solltest du die haben: mit der vermutlich überwiegenden mehrheit der hier postenden kann man vernünftig reden -- wenn man nicht zu beginn mangelndes können unterstellt und damit den leuten ans bein pisst.

  104. Alexander Trust
    119

    @lol #66 und andere, die meinen, 25 bis 50 Euro seien wenig Geld. Das ist wahrscheinlich nicht die Selbstüberschätzung, die Jörg Langer gemeint hat, das ist aber einfach Unwissenheit und total töricht. Ich weiß aus eigener Erfahrung auf “beiden Seiten”, dass 50 Euro für 10, 12 Stunden Spieletest gering anmuten, nur rechnet euch doch mal aus, was man als Seitenbetreiber mit einer Seite verdienen “kann” und entscheidet “dann”, ob 25 oder 50 Euro fair sind. Es geht dabei nämlich nicht um Fairness oder Moral, sondern um Wirtschaftlichkeit. Ich denke “manche” würden auch mehr als 50 Euro zahlen, wenn sie “könnten”, doch realistisch sind solche Preise nicht. Das Geld wächst nicht auf Bäumen, und Werbung ist derzeit die größte Einnahmequelle, die von manchen, die dann noch rummeckern über zu wenig Bezahlung auch noch boykottiert wird mit Adblockern. Das können Sie tun, aber dann sind sie in einer Diskussion mit offenem Visier fehl am Platz. Weil das ist dann absolut nicht mehr fair.

    Ich könnte dir hier jetzt haarklein nachrechnen, was wir am eigenen Beispiel im Q4 für Werbepreise erzielt haben und wie viel dabei rumkommt. Aber ich spare mir das, um die Leute nicht damit zu langweilen. Wenn du willst, schick ich dir ne Mail und rechne dir das vor. Nur so viel: Wenn wir dir 50 Euro für ein Review hätten zahlen sollen, dann hätten wir Schulden machen müssen und das kann es nicht sein. Und immerhin willst du ja auch nicht überall im Web dasselbe lesen.

    Ob ich nun manche Magazine mag oder nicht, aber an dieser Stelle muss dann selbst ich die Lanze für die ganze Branche brechen. Es ist nicht so simpel, wie manche sich das hier ausmalen. Und keiner, der weiß, wie viel man mit Werbung im Netz verdienen kann, würde so etwas dann behaupten.

  105. patchnotes
    120

    “Eingestellt werden nämlich nicht die Bewerber, die erst lernen müssen, wie man lesen, schreiben und rechnen soll – ganz zu schweigen von der Kunst Screenshots zu machen – sondern die, die es bereits können.”

    Nicht ganz, es werden die eingestellt, die es teilweise schon können. Lernen kann man normalerweise trotzdem noch einiges (mal unabhängig vom Berufsfeld, ich hab nie im Spielejournalismus gearbeitet). Sehe ich zumindest bei unseren Praktikanten.

    “Das macht Praktika unzugänglich für Menschen, denen die Mittel fehlen, um in Vollzeit ohne Lohn zu arbeiten. Das wiederum schließt eine Menge AutorInnen aus, deren Stimmen in den Medien notwendig sind, denn ich will nicht nur Artikel von Menschen aus wohlbehüteten und finanzkräftigen Elternhäusern lesen!”

    Völlig richtig, aber wo ist die Grenze? Mit 500 Euro wirst du dich in München auch sehr schwer tun davon Miete und Lebensunterhalt zu bestreiten. Ist das dann also auch noch ausbeuterisch und wie viel muss man einem Praktikanten zahlen, bevor man ihn nicht mehr ausbeutet?

    Wenn man sich anschaut, wie viel Geld manche in ihre Ausbildung bei QANTM, Games Academy, etc. stecken, deren Wert zumindest diskussionswürdig ist, dann können die Praktikanten bei Gamersglobal wirklich froh sein, dass sie nichts zahlen müssen …

  106. Fabu
    121

    Ich glaube, Dennis geht es eher um Prinzipien und Grundhaltungen, als um eine konkrete Summe.

  107. Heisenberg
    122

    @#119

    Dass es der Branche so schlecht geht, ist sie meiner Meinung nach in einem gewissen Maße selbst schuld, weil sie die Entwicklung in Richtung Online verpennt hat. Nämlich dadurch, dass redaktioneller Content von Anfang an kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. Die Website war ja schließlich damals nur eine Print-Ergänzung. Dazu haben sich die reinen Onliner gesellt, die auch alles ohne Bezahlung gemacht haben.

    Und hier hat der Teufelskreis angefangen: Onliner wurden immer professioneller, haben ihr Angebot auf das ausgeweitet, was Print anbietet (Reviews etc. anstatt reiner Newsseite). Print musste reagieren und hat Magazin-Content sukzessive Online schneller und umfangreicher zur Verfügung gestellt. Niemand hat Geld verlangt, und so ging das dann immer schön weiter, bis das Preisniveau praktisch null war. Diesem Trend wollte Jörg — so viel Weitsicht muss man ihm zugestehen — frühzeitig mit Gamestar-Premium entgegenwirken. Bringt aber leider nix, wenn der Rest trotzdem alles kostenlos anbietet. Die Krux eines elastischen Produkts…

    Wenn man hier frühzeitig ne Interessengemeinschaft gegründet und sich darauf geeinigt hätte, dass jeder dem Endkunden irgendwas in Rechnung stellt, hätte man heute mehr Geld, könnte Praktikanten bezahlen und Autoren angemessene Löhne geben. Alles sehr schade…

  108. PARALAX
    123

    @ jesters.ice

    Du vergisst wohl das ich GG lange Zeit unterstützt und viel Zeit dafür geopfert habe genau wie diverse andere Leute, die einfach weg geworfen wurden, wenn sie nicht in’s Konzept gepasst haben. Das sieht man ja schon daran, wie mit der Aufteilung der Newsbeiträge umgegangen wird. Trotz der gut besetzten Redaktion wartete man da schon zeilweise Tage auf eine Freischaltung. Ich will mich jetzt nicht als Unschuldig darstellen was die Meinungsverschiedenheiten betreffen, die damals abgelaufen ist, aber Fakt ist das das Vertrauen nach Kopieren von privaten Nachrichten durch ein ehemaliges GG-Mitglied nunmal gebrochen wurde und das es keine Möglichkeit gab dazu Stellung zu beziehen. Und die lächerlichen Vorwürfen wie “Morddrohungen”, auf dessen Nachweise ich heute immernoch warte (gewöhnlich bekommt man von sowas eine 1:1 Kopie) wurden anscheinend nur als solche interpretiert um mich als den Buhmann dort stehen zu lassen…ist doch klar, das man sich sowas nicht bieten läßt. Ganz nebenbei warst Du doch vor nicht all zu langer Zeit derjenige, der mit mehreren YouTube Kommentaren unter einem der GG-Videos mit “Gewalt” gedroht hat: http://www.youtube.com/watch?v=wQM3zEwcLFw -- Mich wirst Du jedenfalls nicht davon ab halten die Leute zu treffen zu denen ich noch gute Kontakte habe und das waren zufälligerweise zwei der letztes Jahr Anwesenden.

    Wie auch immer, es ging hier eigentlich nur darun, wie Praktikanten auf GG eingeschätzt und behandelt werden und dazu habe ich meine Meinung bereits geschrieben.

    Noch etwas zu dieser Sache:

    [...]Wie ernst Langer seinen Bildungsauftrag nimmt, kann man übrigens hier in diesem Video ganz gut sehen: http://dai.ly/j7fvFq Wer da vor laufender Kamera nervös und unsicher ist und kurz für eine Antwort überlegen muss, der wird einfach mit einem »Wichser« stehen gelassen. So führt man den Nachwuchs wahrlich behutsam ins ‘Rampenlicht’.[...]

    Das Gefühl hatte ich damals ehrlich gesagt auch (2010 war ich ja noch dabei), wobei ich Jörg da keine Böswilligkeit unterstellen will. Es ist halt seine Art von “Humor”, die allerdings dazu führt das Leute, die nicht so schlagfertig sind zwangsläufig in die Außenseiterrolle gedrängt werden und das wiederrum erklärt die relativ schlechte Bewertung dieses Videobeitrages.

    [...]Auch dieser Praktikant wird nicht etwa schonungslos unterm dem GamersGlobal-Bahner dem Hohn und Spot des Internets preisgegeben http://youtu.be/aIaQFyqaZzY…]

    Gerjet tut mir ehrlich gesagt leid, denn er ist ein feiner Kerl, der allerdings nicht die Begabung anderer Kollegen wie beispielsweise Jörg vor der Kamera hat. Schlimm finde ich nur das genau diese dazu beigetragen haben diesen Spot zu schüren und genauso lief es nämlich bei mir und bei ein paar anderen Leuten ab. Als ob es nicht schlimm genug wäre, wie sich das Niveau unter vielen Jugendlichen bei YouTube entwickelt hat. In sofern tragen auch viele Redakteure selbst schuld daran, das das Kommentarniveau auf GG in letzter Zeit immer weiter gesunken ist.

  109. Fabu
    124

    Nichts für ungut, Leute, aber euer Insider-Zickenkrieg hat hier irgendwie nichts zu suchen. ;-)

  110. SpielerDrei
    125

    Fear leads to Langer. Langer leads to hate. Hate leads to suffering.

  111. Kith
    126

    Danke Dennis. Wird Zeit, dass nach der Causa Wulff endlich mal eine neue/andere Sau durchs Dorf getrieben wird, konnte es auch nimmer lesen und Rudi “wie heiße ich nochmal” Schalkegott ist auch gleich weg vom Fenster. Ich wette Wulff wäre für ein Praktikum bezahlt worden UND hätte einen Wohngeldzuschuss (Hannover->München!!!) erhalten, aber hallo.

    Spaß beiseite. Draußen wirds wieder wärmer! ;-)

  112. Kristin
    127

    #104: Natürlich wird niemand dazu gezwungen, ein unbezahltes Praktikum zu machen. Es ändert aber nichts an der Tatsache des dadurch erzeugten Dominostein-Falls: Unternehmen 1 bietet Praktikant kein Geld, Unternehmen 2 sieht, dass diese Vorgehensweise funktioniert und steigt mit ein, usw. Die Einstellung, Praktikanten nicht zahlen zu müssen, verbreitet sich immer mehr. Und genau da liegt das Problem. Für niemanden geht die Welt unter, wenn irgendwo auf der Welt mal ein Praktikum unbezahlt ist. Die Welt geht aber dann unter, wenn das zur Gewohnheit wird und somit Menschen, die sich gern in einem Bereich weiterbilden möchten, nicht die Möglichkeit erhalten, dies zu tun.

    Ich hätte nach der Uni auch gern zwei verschiedene Praktika gemacht um zu sehen, was für mich der richtige Schritt ist. Aus Mangel an Geld, und dem gleichzeitigen Wissen, dass die Vergütung in den Praktika zumeist unter aller Sau ist, habe ich diesen Schritt überspringen müssen. Ich finde, dass Dennis durchaus Recht hat, wenn er genau das bemängelt. Dass Jörg Langer da nun in den Fokus einer längst überfälligen Debatte rückt, ist etwas unglücklich und wäre nicht unbedingt passiert, wenn er sich seinen schamlosen Kommentar gespart hätte. Allerdings ändert es nichts an der Kernaussage von Dennis, nämlich dass die Arbeit eines jeden Menschen Wert hat und auch so behandelt werden sollte. Dem deutschen Spielejournalismus würde es jedenfalls gut tun.

  113. Dennis
    128

    Danke, Kristin <3

  114. country
    130

    Der deutsche Spielejournalismus wird niemals besser werden, wenn Deutschland in dem Bereich weiterhin nichts zu bieten hat. Sie werden immer hinter den englischsprachigen Publikationen hinterher hinken, die ihre Leute vor Ort sitzen haben und alle Nas lang bevorzugt behandelt und schneller bedient werden. Ein viel besseres Netzwerk haben sie sowieso, weil sich ja alle Entscheidungen für sie quasi vor Ort abspielen. Der deutsche Journalist darf maximal den deutschen Pressesprecher kontaktieren, der auf Nach-/Bestätigungsanfragen zu den neuesten Enthüllungen von xy.com erstmal in der Hauptzentrale nachfragen muss.

    Solange sie also permanent hinterherrennen, um halbwegs auf dem gleichen Stand zu sein wie der Rest und dabei noch gegen die Zeitverschiebung ankämpfen, wird das nie was werden. Egal wie hübsch sie es in Bilder verpacken oder in besonders poetische Textformen gießen, mit alternativen Sichtweisen oder Zusatzreportagen würzen. Eine veraltete News bleibt alt und wird dadurch auch nicht heißer. Wer sich aktuell informieren will und englisch kann, tut das woanders. Und für die restliche Masse ist billig gut genug.

  115. moep
    132

    die GEE war toll. ich hab sie mir regelmäßig gekauft und viel spaß damit gehabt. und jetzt sind sie mehr oder weniger pleite. was wirklich schade ist, weil es jetzt, abgesehen von der retro, keine spielezeitschrift mehr gibt, die ich mitnehme, wenn ich sie im kiosk sehe.
    wäre die GEE jetzt vielleicht weniger pleite, wenn sie ihre praktikanten nicht bezahlt hätten?

  116. Kay
    133

    Wo ist gleich nochmal das Problem? GG macht ein Angebot -- und auch wenn es ein lausiges ist (und meine Welt ist das GG-Konzept auch nicht) -- keiner ist gezwungen es anzunehmen. Und wer eben immer noch glaubt, der Spielejournalismus wäre so etwas wie der Heilige Gral und es sich leisten kann oder will ein paar Monate kostenlos zu arbeiten, der nimmt das Angebot eben an -- und wer nicht, der wird halt drauf verzichten müssen und sich einen anderen Weg in die “Szene” suchen müssen.

    Da hilft auch die ganze Schnoddrigkeit nix -- davon wir die eigentlich Story auch nicht fetter -- und sich im Nachhinein für weggelassene Fakten und aus dem Zusammenhang gerissene Zitate entschuldigen zu müssen -- vielleicht wäre da ein Praktikum in einer guten Redaktion mal angebracht…

  117. Dennis
    134

    @Kay

    Ich habe mich nirgendwo für aus dem Zusammenhang gerissene Zitate entschuldigt. Jörg Langer kann noch so viel darauf rumreiten, dass das Zitat ein Kommentar war, eine Reaktion auf einen GG-Commenter und dass wenn man ihn denn richtig gut kennen würde (was ich nicht tue), man sich an seine harsche Art zu kommentieren gewöhnen würde.

    Das ist mir alles bewusst. Jörg Langers Lehrgeld-Kommentar verdeutlicht eine Haltung zu Praktika, die ich falsch finde, und ich stehe zur Benutzung des Zitats, um diese Haltung zu verdeutlichen.

    Falls du mit falsche Fakten meinen Fehler mit der Länge des Praktikums meinst: Ja, stimmt, Fehler unterlaufen. Sorry. Ändert meiner Meinung nach nichts an meiner Aussage.

    Alles geschieht selbstverständlich freiwillig. Niemand ist gezwungen ein GG-Praktikum zu machen. Das Problem ist größer. Praktikanten nicht zu bezahlen, schließt junge Berufsanfänger ohne finanzkräftige Elternhäuser, die mal eben ein paar Monate in München bezahlen können, aus. Es setzt ein Zeichen (auch an andere Redaktionen und auch an Autoren selbst) dafür, dass die Arbeit von Berufsanfängern wertlos ist. Es nimmt freien Mitarbeitern bezahlte Aufträge weg.

    Spielejournalismus ist kein heiliger Gral, es ist bloß eine legitime und recht populäre Form von Unterhaltungsjournalismus.

    Ein unbezahltes Praktikum in einer guten Redaktion habe ich bereits gemacht, danke.

  118. Anonym
    135

    GENIAL! Englich sagt jemand wie es ist! Hut ab.
    (Keine Sorge: 90Prozent aller unbezahlten Prakitkanten sind dirket hinter Dir!)

  119. Wohnungen
    136

    ja und die Praktikanten in Großstädten wie München auszunehmen ist an der Tagesordnung! Wie soll ein Praktikant eine Wohnung bezahlen, wenn er nix bekommt? Dann gibt es noch Unmengen an Maklern, die sich sinnloser Weise noch dazwischenhängen und horrende Summen verlangen. Provisionsfreie Mietwohnungen findet man nur mithilfe von gute Webverzeichnissen, die man aber auch erstmal finden muss.

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