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Five out of Ten: Players Guide

“As gaming becomes a more inclusive and popular pastime, it’s important to remember that while many of us have grown up with videogames our whole lives, some players are just getting started.”

Spiele zu spielen und sie verstehen oder diskutieren zu wollen ist für viele von uns selbstverständlich. Die moderne Spielekritik ist wichtig und erleuchtend, gleichzeitig aber weitreichend in Fachmedien beheimatet, die erhebliches Vorwissen und intensive Beschäftigung einfordern. Das digitale Magazin Five out of Ten ist nach einer erfolgreichen ersten Ausgabe zurück, um über Spiele und ihre Kultur zu reflektieren, sie zu feiern und zu bereichern – mit Inhalten, die gleichermaßen auf Veteranen und unschuldige Schaulustige ausgelegt sind.

Auch in Players Guide, so der Name von Ausgabe zwei, teilt eine wortgewandte Autorenschar unter der Leitung von Herausgeber und Chefredakteur Alan Williamson ihre Geschichten, Gedanken und Erkenntnisse zu virtuellen Welten. Reisen in eine verlassene Animal Crossing-Stadt, Videospiel-Tragödien in Halo Reach und The Walking Dead, Instinkte, die uns zum Spielen treiben und die Darstellung von Geschlechtern im Spiel – das sind nur einige der insgesamt zehn zum titelgebenden Wegweiser formierten Themen, die mich bei schwarzem Tee und schlechten Soundcloud-Mixtapes bestens bei Laune gehalten haben.

Der thematische Schwerpunkt ist diesmal weniger deutlich definiert als in der ersten Ausgabe, die sich zum größten Teil dem Anstreben neuer Horizonte in Spielen widmete. Five out of Ten: Players Guide vollbringt es indessen, seine Artikel mit verschiedensten Ansätzen – von der sexuellen Selbstfindung in MMOs bis zum Aufstieg des digitalen Publishings – kurzweilig und in angenehmer Länge zu kombinieren. Eine weitere Neuerung ist die Ergänzung um Sektionen zur weiterführenden Lektüre am Ende jedes Artikels, die den Einstieg in einzelne Themen erleichtern und tatsächlich hervorragend funktionieren, um durch das schnell überwältigende Dickicht der Texte über Spiele zu geleiten. Der selbst auferlegten Mission, Diskussionen für jedermann noch greifbarer und verständlicher zu machen, wird so ein Nachdruck verliehen, den ich begrüße.

Natürlich lassen sich aus einem überschaubaren Katalog von nur zwei Ausgaben schwer Schlüsse ziehen. Doch wohin die wirren Fahrpläne das Magazin auch verschlagen mögen: Klar ist, dass Five out of Ten es auch nach seiner Schonzeit schafft, mit viel Herz und schönen Worten für Spiele zu begeistern.


Five out of Ten: Players Guide ist für £5.00 im offiziellen Shop in den Formaten PDF, ePUB, MOBI und and AZW3 erhältlich. Wer sich beeilt, erhält das Magazin zum Early-Bird-Preis von £3.50. Eine Leseprobe ist am Rand dieser Seite verlinkt.

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