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Archiv: Kategorie „Spiele“

Spiele

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Epic Flail: Das Wrestling der Antike

Muskelbepackte Menschen hauen sich auf die Schnauze, das Blut fließt in Strömen, wahrhafte Barbaren ziehen sich Nagelbretter über den Körper, fliegen in brennenden Stacheldraht und brüllen dabei durch die Gegend als wäre es ihnen eine wahre Freude. Die Rede ist natürlich von Wrestling, dem Sport der Gentlemen. Als es Fernseher noch nicht gab und die Menschen dem Tod generell aufgeschlossener gegenüberstanden, gab es schon so etwas ähnliches: Gladiatorenspiele. (…)

Shütshimi: Ein Karpfen sinnt auf Rache

Gebackener Karpfen ist eine fränkische Spezialität. Der ausgenommene Fisch wird der Länge nach halbiert, dann in Bier und Mehl gewälzt und schließlich in jeder Menge Butterschmalz knusprig herausgebacken. Wahre Karpfenkenner schätzen vor allem die Backen des Fisches, die sich mit ein wenig Übung direkt unter den Augen herauspulen lassen. Sie bestehen aus besonders festem Muskelfleisch und erinnern geschmacklich beinahe an Venusmuscheln. (…)

Eine Saison mit dem Franchise Hockey Manager 2014

Manchmal trifft man Entscheidungen, die einem schon kurze Zeit später total bescheuert vorkommen. Eine betrunkene Spontanhochzeit in Las Vegas, der Kauf einer Ouya oder das öffentliche Nachdenken über Koalitionsverhandlungen mit der AfD zum Beispiel. In meinem Fall ist es die begeisterte Zusage, etwas zum Franchise Hockey Manager 2014 zu schreiben, ohne ein zu großes Faible für den Eishockeysport oder gar Managerspiele zu haben. (…)

Sub Commander: Nerds in stählernen Särgen

„Vorne und achtern anblasen!“
„Jawoll, Herr Kaleu!“

Bis zum Ende des Kalten Krieges galten U-Boot-Fahrer als absolute Teufelskerle. Auf beiden Seiten des eisernen Vorhangs war ein gewisser Teil der Bevölkerung von der Propaganda ganz besonders verwöhnt, stellte sich unter den Männern an Bord von U-Booten bärtige Seewölfe vor, die lauernd die Weltmeere durchkreuzen, stets auf der Suche nach Beute. (…)

Zurück in die Zukunft: Chronology

Der Wunsch des Menschen, Ereignisse ungeschehen machen zu können, ist so alt wie die Menschheit selbst. So alt wie der Furz beim Fernsehabend, vergessene Hosen und die deplatzierte Pasta in den Gesichtern geneigter Candlelightdinnerteilnehmer. Was wäre, wenn die Möglichkeit bestünde, einfach die Zeit zu durchreisen und so Einfluss zu nehmen auf bereits Geschehenes, ist eine häufig gestellte Frage, die nun Chronology aus der Sicht eines gescheiterten Erfinders beantwortet. (…)

No Wave: Alles, bloß kein Wave

“That ain’t no wave” – Kim Gordon

Es muss um das Jahr 2000 gewesen sein, als ich zu Sonic Youth fand. Musikalisch ein Spätzünder, begann ich erst ein Jahr vor 9/11 meine Vorliebe für atmosphärische, unkonventionelle Gitarrenriffs und lebensverneinende bis selbstzerstörerische Inhalte zu entdecken. Nachdem der Ernst des Lebens es leider nicht zuließ, dieses Lebensgefühl auch in meinen Alltag zu integrieren, bin ich armes Würstchen darauf beschränkt, das jetzt mit einem kleinen Browserspiel nachzuholen: No Wave. (…)

Kero Blaster: Wo der Frosch die Locken hat

Ein japanisches Sprichwort lautet 蛙の子は蛙。, gesprochen „kaeru no ko wa kaeru“. Es bedeutet soviel wie „Auch das Kind eines Frosches ist ein Frosch“ – die fernöstliche Variante von „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“ gewissermaßen. Selbst wenn ein Frosch also auch über Generationen hinweg immer nur ein Frosch bleibt, ist er durchaus in der Lage, über sich hinauszuwachsen. (…)

Ludum Dare 29: Yojimbrawl!

Die letzte Seite der Wochenzeitung „Die Zeit“ ziert stets die Rubrik „Was mein Leben reicher macht“. Hier finden sich zumeist die Leserbriefe gestandener Bildungsbürger in der Mitte ihrer 60er Jahre, die über die fröhlichen Erlebnisse ihres Alltags schreiben: das Lächeln ihres Enkels beispielsweise oder der Fund einer uralten Postkarte, die der Großvater schrieb, als er noch Artilleriehelfer war. (…)

Super Game Jam: Wie Spiele entstehen

Das erste Mal in Kontakt gekommen mit dem Doku-Film-Projekt Super Game Jam bin ich in einer Airbnb-Wohnung in Neukölln, die Touristen wohl echten Berlin-Flair vermitteln sollte. Hohe Decken, Dielen, ein kleiner Balkon raus auf die Nebenstraße. Der Jam war schon vorbei, nur eine Szene musste noch gedreht werden. Ich habe Bier getrunken, Nidhogg gespielt und über Spiele geredet, die Gamer blöd finden. (…)

Ludum Dare 29: Hot Diggity

Figuren in Horrorfilmen begehen überraschend häufig einen bestimmten Kardinalfehler: Wenn der Bösewicht anrückt, sei es nun Freddy, Jason oder ein x-beliebiger Zombie, flüchten sie in Häusern nach oben und damit in eine Sackgasse. Mit seinem Ludum Dare-Beitrag Hot Diggity setzt Entwickler Malcolm Brown diesem eklatanten Fehlverhalten etwas entgegen: die Flucht nach unten. (…)

Ludum Dare 29: Surf Camp – The Legend of the Surf Ace

Surfer sind ein besonderer Menschenschlag. Einerseits sind sie das Ebenbild des amerikanischen College-Sportlers. Körperliche Ertüchtigung, Meeresluft und eine fischreiche Ernährung sorgen für gestählte Körper, die Surfer beliebt bei Menschen auf Partnersuche machen. Gleichzeitig sind Surfer aber auch Modemenschen. Sie achten auf ihren Stil, ihr Verhalten wirkt geschliffen, ihre Brillen haben dicke Ränder. (…)

Quest Tristesse: NEStalgia

NEStalgia ist ein mir fremdes Gefühl. Fernab des kleinen Kaufhauses neben meiner Grundschule und des Wohnzimmers meiner Klassenkameradin Nadine, knüpfte ich erst spät Kontakt zu Nintendos Konsolen, und auch die hatten – des Fluches der späten Geburt wegen – die 8Bit-Ära längst hinter sich. So sollte denn das nach der konsolenspezifischen Verklärung benannte MORPG seine ganz spezielle Wirkung bei mir kaum entfalten können, lockte mich aber durch sein ungewöhnliches Konzept. (…)

Ludum Dare 29: Safety Blanket

“Cover your exposed limbs to fend off the approaching tentacles.”

Wenn es im Sommer warm ist, versuche ich naturgemäß, mein Schlafzimmer so kühl wie möglich zu halten. Eigentlich ist mir nachts auch gar nicht danach, mich in eine wärmende Decke zu hüllen, aber aus irgendeinem Grund kann ich nicht anders. Irgendwo muss sie mich zumindest berühren, sonst fühle ich mich nicht sicher genug, um zu schlafen. (…)