Superlevel

Knights of Pen & Paper

Einerseits: Pixelgrafik, klassische Fantasy, Tischrollenspiel mit Augenzwinkern.
Andererseits: In-App-Purchases. Hmm. Egal, war gerade für umsonst im Angebot, also trotzdem runtergeladen – und angenehm überrascht worden.

Knights of Pen & Paper emuliert eine komplette Tischrollenspielrunde. Bis zu fünf Charaktere können ins Abenteuer ziehen, das vor allem darin besteht, von einem Ort zum anderen zu reisen und Monster in verschiedenen Stärken rundenbasiert zu verkloppen. Dabei kann man sich den Schwierigkeitsgrad selber aussuchen, denn die Anzahl der Monster pro Kampf ist frei einstellbar.

Danach natürlich: Schätze einsammeln, stärkere Monster, neue Orte. Gleichzeitig kann auch das Zimmer, in dem das Tischrollenspiel stattfindet, aufgemotzt und die teilnehmenden Spieler ausgetauscht werden. Man spielt also quasi Leute, die Leute spielen. Aber hauptsächlich: Kämpfe a lá D&D. Also vom Stil her, die Regeln verhalten sich zum Original wie Babysprache zu ausgewachsenem Chinesisch.

Irgendwann soll das Spiel auch für Browser und Desktop-Computer erscheinen, aber dafür könnte es spielerisch dann doch etwas zu flach sein. Auf dem Smartphone der Wahl ist es dagegen angenehmer Zeitvertreib, weil sich Behold Studios tatsächlich die Mühe gemacht haben, viele verschiedene Orte zu entwerfen und eine echte Fantasy-Geschichte zu erzählen.

Und das mit den In-App-Purchases? Hält sich im Hintergrund. Man kann für echtes Geld Rollenspieldollar kaufen, die für alles ausgegeben werden können: Zimmereinrichtung, neuer Spielleiter und Ausrüstung, aber auch der Ortswechsel im Spiel kostet jedes Mal ein paar Dollar. Manchmal merkt man, wie die Entwickler versuchen, das Geldausgeben wirklich anzuziehen. Etwa wenn eine Quest drei Mal hintereinander quer über die ganze Welt geht oder wenn der Schmied acht Stunden braucht, euch eine Rüstung zu schmieden, aber durch Geldeinwurf beschleunigt werden kann.

Alles in allem kann man aber sehen, dass die Entwickler versucht haben, ihr Spiel nicht kaputt zu machen. Ich habe es bis jetzt tatsächlich ohne Einkäufe gespielt, was ich etwas schade finde. Denn wenn es eine Möglichkeit gäbe, einfach das Spiel noch einmal mit 5 Euro zu bewerfen, würde ich das sofort tun.

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