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Archiv: Kategorie „Indie“

Indie

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Coming Out On Top: It’s Raining Men, Hallelujah

Wie erst kürzlich die hitzige Debatte um die Lehrplanerweiterung in Baden-Württemberg zeigte, ist der Zugang zu Sex noch immer vielfach ein biologistisch geprägter – und dementsprechend einer, der dem heteronormativen Ideal untersteht. Was davon abweicht, wird als homoerotische Propaganda missinterpretiert. Oder gleich als Versuch, unschuldige Kinder unter dem regenbogenfarbenen Deckmantel von Toleranz und Offenheit umzupolen. (…)

Elegy for a Dead World: Astronauten-Lyrik

Ich bin es mittlerweile gewohnt, von Videospielen zu allem möglichen aufgefordert zu werden. Ohne es zu hinterfragen leiste ich Folge. Baue ein Haus. Sammle 20 Rubine. Töte alle Feinde, und hinterfrage am Besten nicht warum sie deine Feinde sind. Rette die Prinzessin (und manchmal vielleicht auch den Prinzen). Ich bin es gewohnt, nicht mehr als die Illusion von Freiheit zu haben. (…)

The Rain Goes On: Petrichor

“By the fire we saw the truth.” – ∆ “We wandered the woods and bathed in fractured waterfalls. It was all so useless and beautiful.” – ∆ “Remember the sound of now.“ – ∆

Manche Bilder, manche Klänge fügen sich besonders gut in bestimmte Kontexte ein: Alljährlich sind es die obligatorischen Sommerhits, gelegentlich gerade im Herbst aufgelegte Alben, oder Filme, die nur im Winter ihre besondere Stimmung entfalten. (…)

The Old City: Stadt der tausend Türen

Eine ungewöhnliche Erfahrung” verspricht die Selbstbeschreibung von The Old City: Leviathan. “Ein Experiment, das sich ausschließlich auf die Story konzentriert” und dass alles andere zweitrangig sei. Es sind recht große Worte, mit denen Entwickler PostMod Softworks doch nur etwas beschreibt, was spätestens seit Dear Esther keine Seltenheit mehr ist: Ein Spiel, das weniger auf ausgefeiltes Gameplay, als eine atmosphärische Welt und Geschichte setzt – wahlweise verächtlich oder ironisch auch “Walking Simulator” genannt. (…)

Hurt Me Plenty: Im Angesicht des Podex

“A short ‘n’ small game about spanking the heck out of some dude”

“Moralische” Entscheidungen sind ein Feld, mit dem sich Videospiele generell sehr schwer tun, sei es aufgrund der gängigen Schwarzweißmoralität, der niedrigen Anzahl an Wahlmöglichkeiten oder aufgrund des Mangels an etwaigen langfristigen Folgen. Wenn man nicht mehr oder weniger subtil in eine Richtung gedrängt wird, sei es durch mehr XP, bessere Goodies oder Achievements, wird einem die Wahl, sei es aufgrund der Situation oder anhand der “color-coded for your convenience! (…)

Dungeon of the Endless: Auf die Mischung kommt es an

Als Schweizer mag ich ja leicht voreingenommen sein, aber das Schweizer Taschenmesser ist für mich ein Meisterwerk der Ingenieurskunst. Das Wenger Giant Knife sticht dabei besonders heraus, da es insgesamt über 141 Funktionen (unter anderem einem Fischentschupper und ein Putzwerkzeug für den Golfschläger) zu einem einzigen (wenn auch unbrauchbaren) Werkzeug vereint. (…)

This War of Mine: Der Krieg kennt kein Happy End

Auf Wikipedia gibt es eine Liste der anhaltenden Kriege und Konflikte, in der alle kriegerischen Auseinandersetzungen verzeichnet sein sollen, die bis heute andauern. Die Liste ist lang und reicht bis ins Jahr 1948 zurück. Davor und dazwischen tobten unzählige andere Kriege, die irgendwann beendet wurden. Im Grunde herrscht seit Anbeginn der Geschichtsschreibung immer irgendwo Krieg – aber nie war es so einfach wie heute, sich darüber zu informieren, was er mit den Menschen und der Gesellschaft macht. (…)

Gabriel Knight: Sins of the Fathers — 20th Anniversary Edition

Was für ein Moment: Ein vermodertes Skelett wackelt auf mich zu, streckt seine Arme nach mir aus. Ich bin unsicher, was ich tun soll. Weglaufen? Attackieren? Ich versuche, den gruseligen Angreifer mit irgendeinem spitzen Gegenstand aus dem Inventar abzuwehren. Vergeblich: Der Knochenmann holt aus und … dann passiert etwas ganz furchtbares, das ich nicht spoilern will. (…)

Thimbleweed Park: Benutze Ron Gilbert mit Kickstarter

Tim Schafer hat es getan, Richard Garriot hat es getan, Chris Roberts hat es getan, und nun auch Ron Gilbert: Kickstarter. Thimbleweed Park heißt das Projekt des Entwicklers, auf dessen Konto Perlen wie Maniac Mansion, Zak McKracken und die ersten beiden Monkey-Island-Spiele gehen. Zusammen mit seinem alten Kollegen Gary Winnick möchte er ein Spiel entwickeln, das sich grafisch an Maniac Mansion orientiert und eine Art geistigen Nachfolger darstellen soll. (…)

Majestic Nights: Eine virtuelle Montagsdemo für den Frieden

Derzeit finden im gesamten Bundesgebiet regelmäßig Kundgebungen und Demonstrationen statt. Unabhängig vom tatsächlichen Wochentag nennen sie sich Montagsdemos oder Montagskundgebungen. Es treffen sich jeweils die lokalen Wirrköpfe, die vom Frieden reden, eigentlich aber nur gegen die Inhalte ihrer frei erfundenen Verschwörungsideologien demonstrieren: Gegen Chemtrails beispielsweise, oder dagegen, dass die Bundesrepublik gar kein Staat ist, sondern eine GmbH. (…)