Superlevel

Archiv: Kategorie „Feature“

Feature

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Lila Pille: Die Zukunft von Virtual Reality

Die Trennlinie zwischen Virtualität und dem, was wir gerne als Realität bezeichnen, ist dünner geworden. So dünn, dass sie wie die Polkappen unseres Planeten in absehbarer Zeit dahinschmelzen wird und unsere Wahrnehmung davon, was echt ist und was nur Simulation, verschwimmt mit ihr in einem Meer von Möglichkeiten. Wer sich heute in der Bahn oder im Bus umsieht, wird feststellen können, dass zwar viele Menschen um einen herum sitzen mögen, aber kaum einer von ihnen tatsächlich anwesend ist. (…)

Superwer?

Werte Leserinnen und Leser, Suchmaschinenbots und Internetzufallsbekanntschaften. Als ich Superlevel 2009 gründete, hatte ich nicht viel mehr als WordPress, kribbelnde Finger und ein Säckchen voll Narzissmus. Das alles ist nachwievor vorhanden, aber deutlich in den Hintergrund getreten. Im Vordergrund stehen nun die Inhalte, für die wiederum zahlreiche Autorinnen und Autoren verantwortlich sind, die sich im Laufe der Zeit diesem Projekt anschlossen. (…)

C418 – Minecraft – Volume Beta

Gut zweieinhalb Jahre nach Veröffentlichung von Minecraft – Volume Alpha hat Daniel Rosenfeld alias C418 gestern sein zweites offizielles Minecraft-Soundtrack-Album veröffentlicht. Volume Beta ist C418s bisher längstes Werk und umspannt den gesamten Entwicklungszeitraum von Minecraft: von den allerersten Stücken, die je für Notch geschrieben wurden (und die nun als Music discs implementiert sind), über Hintergrundmusik und ihre Abwandlungen bishin zu bislang gänzlich unveröffentlichten Stücken.

Choose your own Interview: Drachenväter

Thomas Hillenbrand und Konrad Lischka wollen die Kulturgeschichte des (Pen’n’Paper-)Rollenspiels der letzten 40 Jahre sowie deren Folgen analysieren und aufarbeiten. Insbesondere das Kultspiel Dungeons & Dragons steht im Zentrum ihres Buchprojekts, woraus sich auch der prägnante Titel Drachenväter ableitet. Bereits über 11.000 Euro konnten Hillenbrand und Lischka auf dem deutschen Crowdfunding-Portal Startnext dafür einsammeln. (…)

Mario, der Diskoschläger: Videospiele als gesichtsloses Medium

Es ist ein wenig wie der Stoff, aus dem unzählige hollywoodsche Teenager-Klamotten gestrickt sind: Ein verschrobenes, unscheinbares Mädchen, das zunächst von allen missachtet oder verspottet wird, erfährt eine unwahrscheinliche Verwandlung vom hässlichen Entlein hin zur alles überstrahlenden Ballkönigin, die ganz nebenbei auch noch der hübschen aber gemeinen und oberflächlichen Cheerleaderin den süßen Boy ausspannt. (…)

10 Jahre Dolphin: Eine Ode an die Emulation

Vor gut neun Jahren saß ich auf einem unbequemen Ikea-Sessel, starrte auf einen flackernden Röhrenbildschirm und prügelte mit einer rosafarbenen Prinzessin auf eine gelbe Ratte ein, welche von meinem Freund gesteuert wurde. Stundenlang, jeden Freitag, bis zum Einbruch der Dunkelheit und darüber hinaus. Dabei war es mir oftmals verwehrt, siegreich aus den Kämpfen hervorzugehen, was mit diversen Fluchwörtern quittiert wurde, gefolgt von Relativierungsversuchen meinerseits (beliebte Argumente waren unter anderem eine fehlende Erfahrung mit dem Spiel und der Gebrauch des eh “unfairen” Pikachus). (…)

Hertz an Hertz: Videospiele und die Liebe

Die Liebe ist ein seltsames Spiel, sang einst Connie Francis voller Inbrunst, noch bevor Atari mit Pong das einläutete, was wir heute unter dem Begriff Videospiel verstehen. Knapp 50 Jahre später decken Videospiele nahezu alle denkbaren und undenkbaren Themenbereiche unseres Lebens ab, bisweilen auch die Liebe. Doch wo sie in sämtlichen anderen Unterhaltungsmedien praktisch das alles dominierende Überthema darstellt, ist die Liebe in Spielen oft nur eine Randnotiz, eine vorgeschobene Pseudomotivation, um das eigentliche Gameplay voranzutreiben. (…)

Für mehr Krieg im Kriegsspiel

Die Entwicklung von Ego-Shooter-Kriegsspielen weist seltsame Trends auf. Vor einigen Jahren war der Zweite Weltkrieg in Mode. In unzähligen Spielen stürmten Spieler als amerikanische Soldaten die Strände der Normandie oder rannten als Rotarmisten durch die zerbombten Prachtstraßen Stalingrads. Heute sind fiktive Kriegsszenarien in einer nahen Zukunft angesagt. Es geht um Superkampfanzüge, Waffen mit Laservisieren, Drohnenkrieg, globalen Terror und Gegner mit Turbanen. (…)

Kritische Masse: Eine Selbstrezension

Kritikfähigkeit ist eine Eigenschaft, mit der ich mich in zahlreichen Bewerbungen geschmückt habe, ohne wirklich groß darüber nachzudenken, was sich alles hinter der oberflächlichen Bedeutung dieses Begriffes versteckt. Ich haue niemandem eine rein, wenn er mir sagt, dass ich etwas vielleicht nicht ganz optimal gelöst habe und kann auch Korrekturvorschläge annehmen. (…)

Embody the Ones and Zeros! Über GLaDOS’ Körperlichkeit

Letztes Jahr schrieb ich für den Game Studies-Sammelband Build ‘em Up – Shoot ‘em Down: Körperlichkeit in digitalen Spielen einen Artikel über die verschiedenen Körperlichkeitsmodelle, die es im Portal-Universum zu entdecken gibt; speziell von GLaDOS. Heute habe ich sowohl von den Herausgebern Rudolf ‘The Doc’ Inderst und Peter ‘Fuckyesscience!’ Just als auch vom Verlagsleiter Werner Hülsbusch die Genehmigung erhalten, dass ich diesen Buchbeitrag in voller Länge mit euch teilen darf. (…)