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Archiv: Kategorie „Indie“

Indie

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Toren – Verzogener Quälgeist

Um dem vom brasilianischen Entwicklerstudio Swordtales entwickelten 3D-Adventure Toren wirklich gerecht zu werden, sind die nun folgenden Zeilen leider gänzlich ungeeignet. Zum ersten Mal empfinde ich die Besprechung eines Spiels als eine undankbare Aufgabe. Als eine Art Zwickmühle zwischen dem, was mein Kopf sagt und dem, was das offenkundig riesige Herz ausdrücken will, das den holprigen Takt dieses Titels vorgibt. (…)

Verdun: Nachricht aus dem Schützengraben

Meine geliebte Maria, vor einer Woche erreichten wir die Stadtgrenze von Verdun. Ich wurde der 1. Kompanie der Hot Ass Niggers zugeteilt, in der ich nun unter Kommandeur xXScopezzPotatoXx meinen Dienst als Scharfschütze verrichten darf. Wir sind hier nicht mehr viele und der Vormarsch ist zu einem jähen Halt gekommen, doch ich bin guter Dinge, dass ich schon bald zu Dir zurückkehren werde. (…)

Not a Hero: Haddu Mördchen?

Der spannendste Kandidat bei der Wahl zum Britischen Unterhaus hat sie leider verschlafen. BunnyLord, ein sprechender Hase in schickem Zwirn aus der Zukunft, hat mit seiner im Vorfeld der Veröffentlichung des 2¼D-Deckungsplattformers Not a Hero geführten Wahlkampagne aber sowieso einiges durcheinandergebracht. Nicht nur strebte er ein inselweites, wenn nicht gar globales Bürgermeisteramt an, er entsandte auch noch einen Haufen kunterbunter Anti-Helden, die seine Umfragewerte durch das Bekämpfen der Kriminalität mit äußerster Brutalität beflügeln sollten. (…)

Axiom Verge: Im Alleingang

Gut fünf Jahre werkelte Thomas Happ ganz allein an einem kleinen Nebenprojekt, das nun ganz groß rauskommen könnte. Alles, was man in der Metroid-Hommage Axiom Verge zu sehen und zu hören bekommt, ist seinem klugen Kopf entsprungen und schreit einem förmlich ins Gesicht, dass mit genügend Einsatz, Überzeugung und Disziplin etwas ganz Großen entstehen kann. (…)

Environmental Station Alpha: Innere Schönheit

Bisweilen reichen bereits wenige Pixel aus, um eine dichtere und intensivere Atmosphäre zu schaffen, als es manch ein dickwanstiger Grafikblender vermag. Environmental Station Alpha von Arvi Teikari mag auf Screenshots so nichtssagend anmuten, wie die unkenntlich gemachten Gesichter mutmaßlicher Serienmörder, die man auf den Titelseiten von Pausenraumgazetten finden kann. Jedoch entwickelt das spartanische Design in Kombination mit einem im Ohr verharrenden Soundtrack und exzellenten, metroidartigen Orientierungsrätseln eine völlig unerwartete Dringlichkeit. (…)

Indiebesgut: The Magpie Collection

“A bundle of 10 exclusive games and various pieces of art, music and films made by cool and famous games industry people. Delivered on the 4th of June!”

Vor zwei Wochen war die A Maze. Das ist toll!
Blöderweise haben sich da irgendwelche Kackbratzen gütlich an Sack und Pack (oder, genau gesagt: Laptops, Tablets, Handys, Rucksäcken, Pässen und Unterlagen) der angereisten Interessierten, Künstler und generellen Mitmenschen getan. (…)

Canabalt HD: Ich weiß, was du vor-vor-vor-vor-vorletzten Sommer gespielt hast

Über Canabalt – Mutter, Vater und Schwippschwager aller Endless Runner zugleich – wurde schon alles gesagt. Das dürfte auch der Grund sein, warum die Veröffentlichung bei Steam vor wenigen Tagen kaum Erwähnung fand. Dabei bin ich der Meinung, dass dieses Spiel durchaus in jede Steam-Bibliothek gehört. (…)

Pillars of Eternity: Mut zur Lücke

Anfang der 2000er spielte ich ein Rollenspiel namens Arcanum, das bei der Charaktererschaffung ein blankes Feld bereithielt. Eine leere Textbox, die mich aufforderte, meine eigene Geschichte zu erzählen, noch bevor das eigentliche Abenteuer beginnen sollte. Wer bin ich, wo komme ich her, was habe ich erlebt, dass ich mich so verhalte, wie ich es fortan im Spiel zu tun gedenke? (…)

Dress up the despot: Femmepocalypse

Es gibt viele gute Gründe dafür, sich in Schale zu werfen, die sogenannten „Dress-Up-Games“ aber kreisen immer um den selben: Sei schön, um deine Beliebtheit zu steigern. Und, konkreter: Um einen Partner zu finden. Als interaktive Imperative lassen die pinkifizierten Spiele wenig Raum für sonstige stilistische und Lebenswegentscheidungen. Dabei will man möglicherweise auch in ganz anderen Kontexten betören. (…)

One-Hit-Kill-Athon: Titan Souls

Vielerorts ist zu lesen, Titan Souls sei so etwas wie eine Mischung aus Dark Souls und Shadow of the Colossus. Das ist grob falsch. Ein Spiel ist nämlich nicht automatisch wie Dark Souls, nur weil es wahnsinnig schwer ist und es wird auch nicht automatisch zu Shadow of the Colossus, weil es aus einer Vielzahl verschiedener Endbosse besteht. (…)

GameLoading: Rise of the Indies – Die Labskaus-Dokumentation

Labskaus ist ein eher kontrovers aufgenommenes Gericht nordischer Kochkunst. Jede Menge leckerer Zutaten werden zu einem Brei gepanscht, der am Ende die Geschmacksnerven vielleicht doch ein wenig überstrapaziert. Die Indiegame-Dokumentation GameLoading: Rise of the Indies fühlt sich genauso an, wie der Moment, in dem gleichzeitig Rollmops, Rote Bete, Spiegelei und Schweineschmalz den Gaumen kitzeln. (…)

Hand of Fate: Rollenspieleintopf

Langsam breitet der vermummte Fremde die Karten vor mir auf dem Tisch aus. Ich setze meine Spielfigur auf die erste Karte, umgedreht zeigt sie eine Schlucht. Die Augen des Kartenlegers ziehen sich zusammen, als würde er grinsen — denn er weiß, was nun folgt: Natürlich entscheide ich mich fürs Durchqueren der Schlucht. (…)

Dyscourse: Katastrophentourismus

Gerade noch war ich auf dem Weg zu einem internationalen Barista-Wettbewerb… und plötzlich wache ich umgeben von Trümmerteilen an einem Strand auf. Langsam wird mir klar, dass mein Dysast Air-Flug abgestürzt ist. Zum Glück stoße ich schnell auf andere Überlebende der Katastrophe. Neben dem ewig schlecht gelaunten Dienstreisenden Steve und dem Verschwörungstheoretiker Teddy sind da noch das Touristen-Ehepaar Jolene und George und der Gamer Garret. (…)

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