Superlevel

Indie Fresse #021 – Der namenlose Schrecken

“I’m afraid to close my eyes, I’m afraid to open them.”
Heather Donahue

Drei Freunde treffen sich und beginnen zwanglos über die Indie-Games der letzten Wochen zu reden. Kein Zwang, kein Thema, alles ganz entspannt. Aber nach einer Weile beginnt sich eine gewisse Unruhe breit zu machen. Kann es sein, dass da eine Geisterstimme durch die Kopfhörer hallt? Ist da nicht ein bleiches Kindergesicht über den Bildschirm gehuscht? Wie kann es sein, dass sich plötzlich so viele Erzähler darauf verstehen, das kleine, kalte Grauen in uns hervorzurufen? Lehnt euch zurück, zündet euch vielleicht eine Kerze an, und hört selbst:

PS: Der Titel der Folge hat eigentlich gar nichts damit zu tun, wir konnten Fabu nur endlich dazu überreden, dass er uns seinen richtigen Namen benutzen lässt. Dazu könnt ihr uns gerne in den Kommentaren gratulieren!

Shownotes:

0:00:00 – Start
0:01:50 – IF#019, Unity of Command
0:13:10 – SimCity
0:14:10 – They Breathe, Trailer
0:19:40 – Year Walk
0:29:20 – Teleglitch, Nox
0:37:30 – Hero Academy
0:46:20 – The Banner Saga: Factions
0:52:40 – Radiorollenspiel
0:59:20 – Dennis spielt Deletr, Dom freut sich auf Ridiculous Fishing
1:01:41 – Ende

27 Kommentare zu “Indie Fresse #021 – Der namenlose Schrecken”

  1. Monoxyd
    1

    SEIT ER NUR NOCH WERBUNG POSTET IST DIESER DUMENIK ECHT ZU NIX ZU GEBRAUCHEN

  2. Fabu
    2

    Was dieser Startnext-Monokzieht sagt.

  3. Picco
    3

    Ich würd hier gern noch das Brettspiel „Risiko“ anführen, welches seit Jahrzehnten in etlichen Familien gespielt wird. Natürlich gibt es keinen direkten historischen Zusammenhang (eher zeitlos), und dennoch, oder gerade deswegen, würde niemand beim spielen von „Risiko“ ein schlechtes Gewissen haben, wenn er gerade mit seiner Kavallerie Indien einnimmt.

    • benni
      4

      Ich sehe immer davon ab, in Russland einzumarschieren.

    • Dennis Kogel
      5

      Ah…ja! Interessant. Du hast Recht. Aber auch da: Vielleicht ist Kolonialismus einfach etwas weiter weg von „uns“(oder zumindest mir) als zweiter Weltkrieg.

      Hm.

      Ich hätte hier ein versöhnliches Alternativ-Argument:

      Ich hab neulich The Art of Failure von Jesper Juul gelesen und da schreibt Juul, dass es ein Fehlschluss ist, dass sich Spieler automatisch mit den Werten/Ideen identifizieren, die in einem Spiel dargestellt werden.

      Sprich: Du spielst Risiko, du bist dir bewusst, dass es da um Kolonialpolitik geht und du hast da Spaß dran (ebenso wie Monopoly ein Spiel ist, das dir zeigen soll, welche Macht Landbesitzer haben und wie wichtig Landbesitz im Kapitalismus ist).

      Man kann also (zumindest theoretisch) ein Spiel spielen und daraus irgendeinen Wert für sich ziehen, ohne, dass man damit ein Statement gibt wie: „Ostfront ist geil“ oder „Kolonialismus finde ich super“

    • Picco
      6

      Danke, das sehe ich ziemlich ähnlich. Ich könnte auch ein Strategiespiel wie Unity of Command (rein hyptothetisch, da ich UoC nicht gespielt habe) spielen und bin deswegen, bzw. werde dadurch nicht direkt zum fanatischen Kriegsbefürworter ;)

    • Alliser
      7

      Passenderweise hat jetzt der Entwickler Slitherine ein Quasi-SciFi-Rundenstrategiespiel im Warhammer40K-Universum angekündigt, Immersion inklusive. :grin:

  4. christian
    8

    Die Kommentare sind doch alle fake!

  5. RottenHedgehog
    9

    Year Walk und They Breathe <3 Großartige Spiele! Nicht immer nur dieser 8bit-Pixel-Arcade-Quatsch.
    Oh ich muss noch Ridiculous Fishing kaufen gehen…tschüss.

  6. Picco

    Danke für den Buchtipp, sieht sehr interessant aus – werde es mir wahrscheinlich zulegen

  7. mandaya

    Jungs! „Year Walk“! Ihr habt da, glaub ich, was falsch verstanden!
    –SCHPOILER, eh klar—-
    An der Companion App hat kein Mythenforscher mitgearbeitet, im Gegenteil, das Ganze ist eine wunderbare Finte à la „Blair WItch Project“ oder „House of Leaves“. Der angeblich real exisitierende Forscher ist selbst Teil des erweiterten (Meta-)Spiels, und sobald man „Year Walk“ einmal durch hat, kann man in der Companion App sein Tagebuch freischalten, das eine wunderbare zweite Metastory zugänglich macht, die einem ermöglicht, das Spiel „wirklich“ zu Ende zu spielen.
    Highly recommended! Ist meines Wissens eines der wenigen Experimente in diese Richtung.

    • Monoxyd

      Ahahahhaha. Einmal mit Profis. :D

    • Fabu

      Passt schon. Dennis glaubt auch an den Weihnachtmann.

    • mandaya

      ;-)
      Der Punkt war, dass ich schon vor dem Durchspielen voll Begeisterung den nämlichen Erzählforscher ausfindig machen und interviewen wollte. ;-)
      Trost: The Verge ist auch drauf reingefallen: „The team enlisted the help of anthropology professor Theodor Almsten to research and write the companion, though Flesser admits they took a few liberties when implementing the folklore into the game itself.“ http://www.theverge.com/2013/2/21/4013456/year-walk-iphone-ipad-vision-quest-game

      Hat also sehr gut funktioniert, der Hoax – zu gut vielleicht. :-D

    • Dennis Kogel

      Aw, da versuche ich noch ein bisschen Mysterium reinzubringen und du machst es zunichte =D

      …und kein Weihnachtsmann? Wait WHAT!?

    • mandaya

      Drum schreib ich ja SCHPOILER, net wahr!

  8. Alliser

    Danke fürs Wiederaufgreifen des Themas der letzten Ausgabe. :)

    Was aber ebenfalls an Wichtigkeit nicht zu vergessen ist:

    Wo ist denn das mir namentlich unbekannte, aber optisch so vertraute und in anderen Grafiken blümerant verbaute Scharten-Pixel-Gesicht hin? Das fehlt jetzt schon seit drei Ausgaben.

    • Lars

      Das ist nicht ganz richtig. Das Gesicht wird nur noch besser versteckt :D

    • Alliser

      Trägt er eine Pferdemaske?

    • Lars

      Du suchst im falschen Bild ;)

    • Alliser

      Aah. Aaaaah. AaaaaaaaaaHA!

  9. Dominik Johann

    Keine Sorge, die Pixelfresse ist längst nicht aus der Welt. <3

  10. Michael

    Hey,

    ich habe es eigendlich nicht wirklich verteidigend gemeint als ich darüber gesprochen habe man müsse Spiel und realität unterscheiden können. Zwar habe ich hier noch Crusader Kings 2, Empire Total War und Company of Heros rumliegen die ich wirklich gerne spielen möchte (was nicht so leicht ist unter dem Haufen an Spielen die man für 5€ und weniger an den Kopf geschmissen bekommt) aber ich bin mir gerade nicht sicher wann ich zum letzten mal ein Spiel gespielt habe das realen Kriegsbezug hatte. Sicher auch weil ich EgoShooter unfassbar langweilig finde… in der Hinsicht kann ich mich dunkel daran erinnern vor sehr sehr langer zeit Medal of Honor gespielt zu haben. Irgendein echtzeitstrategiespiel dessen Namen mir nicht einfallen will schwirrt da auch noch in meiner Rübe herum. Es würde mich nicht überraschen wenn beide Titel schon 10 Jahre oder mehr zurück liegen.

    Das Problem mit der wahrnehmung von Podcasts, Toplisten oder Reviews im Internet ergibt sich häufiger, selbstverständlich stellst du alles was du sagst oder schreibst auch zur Diskusion – gerade wenn du, wie hier, sicher sein kannst eine größere Menschenmenge vom Mastubieren abzulenken.

    Ich denke es ist sehr wichtig zwischen realität und der Fiktion im Spiel/Film/Buch unterscheiden zu können. z.b. habe ich mal eine führung durchs ehemalige Judengetto in Teresienstett gemacht und es ging mir danach ewig dreckig. Zur Zeit lebe ich in Weimar und kann von meinem Fenster aus den Turm des Buchenwald Mahnmals sehen. (dort habe ich im Sommer überigens schon Ossis beim sich auf den Massengräbern Sonnen gesehn als wir oben waren…. speaking of unterschiedliche Wahrnahme von was Ok ist… für einige ist es dann doch nur Grass?! Yaiks.)
    Ich bin mir zu jedem Zeitpunkt bewusst das es an diesen Orten um reales geht, genau so wie wenn ich einen Stolperstein im Boden sehe oder ähnliches.

    Wenn ich jetzt allerdings einen Film sehe wie The Devil’s Rock, Inglorius Bastards oder Indiana Johnes und der letzte Kreuzzug ansehe dann bin ich mir zu jeder Sekunde bewusst das sich hier der realität im besten fall als Inspiration vorhanden war. Und sollange ich genügend verstand besitze das zu verstehen und das „Werk“ nicht versucht mir etwas anderes zu suggerieren.
    Da Spielen sicher auch aus der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg stammende abgrenzungswünsche der Deutschen eine große rolle wenn man es anders sieht. (Beispiele zm vergleich wären, Panik um Frei.Wild wenn sie in einem Song unsinn singen der dem CDU gebrabbele von Leitkultur ähnelt wärend ähnlich Stumpfe Bänds linksaussen von Schwarzen Masken, explosionen und steine auf Bullen werfen singen können ohne das es jemanden kratzt, die angst davor Frakturschriften zu verwenden weil sie so present in der Nazi CI waren obwohl der Rest der Welt keine Probleme mir ihnen hat ect. )

    In dem zusammenhang fällt mir überigens auch noch ein Artikel der PETA ein den es zum Starcraft 2 HOTS release gab. Geht mir gut mit den Zerg um! Lächerlich oder angebrachte Kretik?

    http://www.policymic.com/articles/29603/starcraft-2-heart-of-the-swarm-release-peta-invades-launch-party

    Denn grundsätzlich kann man die bedenken ebendso wie die es tun ewig weiter Spinnen… verharmlost ein Spiel wie Starcraft 2 den Krieg nicht ebendso? Wird dort nicht das leid das sicher hinter jeder individuellen Familie eines Marines steht verschwiegen? Wieso geht da niemand darauf ein? … müsste das nicht Künstlerischer sein damit es um Krieg gehen darf?

    Und dem gegenüber steht dann auch, ist es nicht vieleicht gerade diese kalte Brettspiel variante des Krieges die die obersten Herresführer in einem Krieg vor sich sehen? Ganz ohne Blut und leid? Ist es nicht gerade dort am Saubersten im Krieg? Denken sich das die macher? Vermutlich nicht. Eigendlich auch egal, denn es ist allen klar das es ein Spiel ist. ;)

  11. Michael

    Mein Deutsch ist noch besser als mein Satzbau. <3

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