Superlevel

Archiv: Dennis Kogel

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Lost Fluid

Ich bin immer wieder überrascht davon, wie sehr einzelne Sounds dafür verantwortlich sind, ob ich ein Spiel gut finde oder nicht. Das befriedigende FLUMP der Portal-Gun, das dissonante BlüüüBliiiiPsshkrzzz getroffener Combine-Soldaten in Half-Life 2 gehören zu Geräuschen, ohne die für mich diese Spiele nicht denkbar wären. Der Puzzle-Plattformer Lost Fluid ist eigentlich nichts besonderes, aber der Sound, den der heldenhafte Schleimball im Spiel macht, wenn man ihn in eine Röhre hüpfen lässt ist unverwechselbar. (…)

Aqua Boy

In philosophischen Diskussionen über Spielmechaniken wird jemand früher oder später über furchtbare Unterwasser-Levels sinnieren. Und dann können natürlich alle Indie-Freunde mit dem wundervollen Tiefseetauchabenteuer Aquaria dagegenhalten. Wenn das aber gerade nicht zur Hand ist, dann hilft Aqua Boy weiter. Das funktioniert als Unterwasser-Metroidvania ganz ähnlich wie das große Vorbild und kommt mit einem tollen Chiptune-Soundtrack. (…)

Combo Crew

Wenn es eine Sache gibt, die ich liebe anzufassen, dann sind es Bildschirme. Touchscreens sind großartig, aber bei Videospielen versagen sie vor allem bei präzisen Eingaben und das macht bestimmte Genres mühselig oder sogar komplett unmöglich. Combo Crew erobert eines dieser Genres für Touchscreens zurück: Es ist das beste Prügelspiel für iOS und Android. (…)

Reus

Ein Gott sein, das ist wahrscheinlich ein bisschen so als hätte man Kinder. Man handelt im besten Wissen und Gewissen und erwartet eine tolerante Zivilisation, bekommt dann aber einen trotzigen, bigotten Haufen Biomasse und erntet böse Blicke: “Diese Menschheit ist aber schlecht erzogen, wer heutzutage alles ein Gott wird! Einen Göttertest müsste man einführen.” Ist jetzt eingeführt worden. (…)

A MAZE 2013: Kyratzes im Interview

In Deutschland gibt es keine spannenden Indie-Entwickler, das ist ein Indie-Wasteland hier, es ist nichts los. Stimmt nicht! Es gibt Verena und Jonas Kyratzes aus Frankfurt, die alles richtig machen: Merkwürdige Spieleideen, politische Inhalte, kontroverse, mutige Blogposts. Grund genug, um auf der A MAZE Indie Connect mit den Kyratzes über ihre Spiele und den kreativen Prozess zu sprechen. (…)

Ludum Dare 26: Dual Perspective

“Booker, I’m opening a tear!”

Das Sequel zum Indie-Hit Thomas Was Alone steht unter keinem guten Stern. Der Erzähler Danny Wallace konnte nicht für das Spiel gewonnen werden, das Budget reichte nicht aus, um den Blöcken Persönlichkeit einzuhauchen und das Gameplay zeigt sich sichtlich beeinflusst vom Mindfuck in Antichamber. Wie gut, dass Dual Perspective nur in einer Parallelwelt der Nachfolger zu Thomas Was Alone ist und in dieser Welt nur ein überaus verwirrender Eintrag beim Ludum Dare. (…)

Ludum Dare 26: Antichromatic

Es soll ja Leute geben, die sich für Guacamelee nicht extra eine Playstation Vita gekauft haben. Auch um diese traditionell gesellschaftlich benachteiligten Gruppen möchten wir uns bei Superlevel kümmern. Mit Antichromatic kann sich jeder Mensch ein eigenes Bild davon machen, wie gut die Spielmechanik funktioniert, auf Knopfdruck zwischen zwei Welten mit unterschiedlichen Eigenschaften zu wechseln. (…)

A MAZE 2013: Auf der Suche nach Philipp Fisch

Wenn auf der imaginären Indie-Landkarte die geplagten Protagonisten von Indie Game: The Movie das superhippe Williamsburg darstellen, dann ist Deutschland Pforzheim. Es gibt Indie-Entwickler, aber sie sind nicht vernetzt, sie nicht bekannt und sie werden hier noch mehr ignoriert als irgendwo anders. Auf dem A MAZE Indie Connect habe ich mit Jana Reinhardt von Ratking Entertainment und Arnold Flöck von Tinytouchtales (Deletr) über deutsche Indies gesprochen. (…)

Alphalevel: Papers, Please!

“Congratulations. The October labor lottery is complete. Your name was pulled.”

Stell dir vor, du kontrollierst Pässe an der Grenze zu einem totalitären Zwergstaat, eine Frau tritt an dein vergittertes Fenster heran und sagt: “Ich wurde in die Prostitution verkauft, der Mann da hinten, er schlägt mich und die anderen Mädchen, bitte hilf mir!”, und du hast Mitgefühl. (…)