Superlevel

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Spiderling: Vorkriegsjugend

Spinnen und Fliegen sind sich nicht gerade freundlich gesinnt. Erst neulich beobachtete ich durch ein Fenster, wie eine Spinne eine wild zappelnde Fliege in ihr Netz wickelte, um sie dort für den späteren Verzehr aufzubewahren. Ich fragte mich schon, ob ich vor dem gleichen Fenster in den nächsten Tagen Zeuge einer animalischen Seifenoper werden würde, einer Art Game of Thrones mit Insekten vielleicht. (…)

Stranded: Magische Momente

Als ich die zerschmetterten Überreste des Raumschiffes erneut verlasse, ist längst Nacht auf dem Planeten herein gebrochen. Schwer und behäbig stapft die Gestalt im Raumanzug durch die trostlose Wüstenlandschaft. Die Melancholie des Vortages scheint sich zu verstärken, die Aussicht auf Rettung ist immer unwahrscheinlicher. Doch dann setzt die Musik ein, und die Landschaft verwandelt sich in einem Moment, den ich schwerlich in Worte fassen kann. (…)

IM979: Monument Valley

Ist das noch ein Spiel oder schon Kunst? Beim iOS-Titel Monument Valley verschwimmt diese Grenze, denn er mutet an wie ein Gemälde, mit dem man interagieren kann – noch dazu wie eines von M. C. Escher, womit es auch an den PlayStation Titel Echochrome erinnert. Dass Monument Valley so künstlerisch daherkommt, liegt zu großen Teilen daran, dass sein Entwickler Ustwo eigentlich eine Design-Agentur ist und kein reiner Gamesentwickler. (…)

Vamp and Lamp: Biss zum Bildschirmtod

Um die öffentliche Wahrnehmung von Vampiren ist es aktuell nicht gerade gut bestellt. Einst waren sie schreckliche Kreaturen der Nacht, gefürchtet vor allem in dunklen Winkeln Rumäniens, respektiert in aller Welt. Heute sind sie weinerliche, junge Typen in Blockbuster-Filmen, die ihrer weiblichen Zielgruppe fragliche Lektionen über Geschlechterrollen vermitteln. Kurzum: Der Vampir ist gesellschaftspolitisch auf dem Rückzug. (…)

IM977: Danganronpa – Trigger Happy Havoc

Der Anime-Zeichenstil ist eigentlich ein fieser Trick: Trotz menschlicher Protagonisten fehlen den Gesichtern viele Details. Doch statt Identifikationspotential einzubüßen, umgehen die Figuren damit geschickt den Uncanny Valley und lassen uns wichtige Dinge in Bezug auf ihre Persönlichkeiten selbst hinzudichten. Nicht nur viele Filmemacher nutzen diesen Umstand, sondern auch Spieleentwickler machen sich sich dies zunutze. (…)