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“How Dare You!” – Portrait-Reihe zum Ludum Dare 32

Sehr verehrte Zielgruppe, bald ist es wieder soweit: Zum 32. Mal in knapp 13 Jahren startet der Gamejam Ludum Dare. Heute Nacht wird in unserer Zeitzone pünktlich um 03:00 Uhr das neue Jam-Thema verkündet (Nachtrag: Das Thema steht inzwischen fest und lautet ‘An Unconventional Weapon‘). In diesem Zuge werden Tausende Menschen auf unserem Erdball dazu animiert, innerhalb weniger Tage grandiose, furiose wie auch kuriose Spiele zu entwickeln. (…)

Reverse Engineering WipEout: A WebGL Experiment

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Die Markteinführung der ersten PlayStation im Jahre 1995 traf mich in einer Lebensphase, in der ich mich nicht so sehr für Spiele interessierte. Dafür blieb auch gar keine Zeit, da ich in dem Jahr den irrwitzigen Entschluss fasste, mich als 19-jähriger Pommesbuden-Besitzer selbständig zu machen. Wenn ich also nicht gerade Currywürste zubereitete, Bier an Stammkunden wie Bums-Bernd und Fliegen-Franz ausschank oder an der Buchhaltung verzweifelte, traf ich mich in der spärlichen Freizeit bevorzugt mit meinem Bett. (…)

Indie Fresse: Hiatus

“I do wish we could chat longer, but… I’m having an old friend for dinner. Bye.” (Hannibal Lecter)

Hallo, hallo, hallo Marcus Monoxyd und Dennis hier und wir haben schlechte gute naja-geht-so-Nachrichten: Indie Fresse macht auf unbestimmte Zeit Pause und wir sind offiziell raus bei Superlevel.
Uns tut das wahnsinnig leid, aber wir haben beide gemerkt, dass wir vor allem aus beruflichen Gründen keine Zeit mehr haben, den Podcast so weiterzuführen, wie er (und ihr) es verdient hättet. (…)

There Came an Echo: Verständigungsprobleme

Sprachsteuerung ist ein eine Vision, fast so alt wie Computer selbst. Spätestens seit Captain Kirks Logbucheinträgen auf der Enterprise fasziniert die Vorstellung, dass Computer nicht nur kryptischen Kommandos gehorchen, sondern uns auch wirklich verstehen. Inzwischen nähern wir uns dieser Zukunft sogar an und können unsere Smartphones mit “Hey, Siri” oder “OK, Google” ansprechen. (…)

Don’t Move!

“Don’t Move is a game about ninjas, failure, ludonarrative dissonance, and player investment manipulation.”

Man kann Don’t Move als einen scharfen Kommentar auf die Achievement-Kultur sehen. Man kann es als öde, langweilig und frustrierend bezeichnen. Man kann der verlorenen Zeit oder dem Dollar nachtrauern, welche man in dieses Spiel investiert hat. (…)

Half-Life 2: Update – Munter ans Werk, Mr. Freeman

Nach über einem Jahrzehnt des Schweigens möchte ich ein Geständnis ablegen: Ich habe nie Half-Life 2 gespielt. Bis vor kurzem jedenfalls. Denn als ich eben jenes Geständnis kürzlich semi-öffentlich ablegte, schenkten mir zwei Menschen gleichzeitig das Spiel. Ein wenig, als fehlte mir etwas Entscheidendes im Leben und als sei das so traurig, dass Hilfe unbedingt nötig sei. (…)

Gazmo IV Classique: Pong Extravaganza!

Ich gehe davon aus, dass es Videospiele auch noch geben wird, wenn ich längst das Zeitliche gesegnet habe. Das stimmt mich traurig, denn unter Umständen werde ich viele Zelda-, Halo- und Assassin’s-Creed-Teile gar nicht mehr erleben. Gleichzeitig habe ich auch den Anfang der Videospiele nicht erlebt – meine diesbezügliche Karriere begann erst mit dem Game Boy. (…)

Das Medium der Vorläufigkeit: Keine Spiele in Museen

Ich habe Der Fänger im Roggen nicht gelesen, Pet Sounds nie gehört, Citizen Kane nicht gesehen und Silent Hill nie gespielt. Alle genannten Titel gelten, ungeachtet ihres fortgeschrittenen Alters, als wahre Meisterwerke ihres jeweiligen Mediums, darum empfinde ich sie als kulturelle Bildungslücken, die ich Zeit meines Lebens zu schließen gedenke. Wäre ja auch zu peinlich, bei Jauch auf dem Stuhl zu sitzen und die 500€-Frage nach der Nachladetaste auf dem Gamepad nicht beantworten zu können. (…)

Non-finito: A Fragment of Her

Wer bildende Kunst studiert, braucht starke Nerven. Fernab finsterer Zukunftsperspektiven vom brotlosen Dasein, erweist sich oft auch die Gegenwart als recht mühselig: Gelingt es nicht, die Gunst der Lehrenden für sich zu gewinnen und in einer der wenigen Klassen unterzukommen, fristet man sein Dasein oft in Fluren und Treppenhäusern. Dass der Alltag nicht zwingend einfacher wird, wenn diese erste Hürde genommen ist, prognistiziert A Fragment of Her. (…)

Random Encounters: Stick Shift

Zum Mosaik klassischer Vorortklischees gehört das weichgezeichnete Bild midlife-kriselnder Männer, die ihre Autos waschen, mit Schwämmen und dem stetig spritzenden Wasserstrahl aus ihrem Gartenschlauch liebkosen. Diese Menschen, so scheint es, fühlen sich ihren fahrbaren Untersätzen enger verbunden als den betont lässig um ihre Schultern geknoteten Schurwollpullis.
Robert Yang treibt im – nach „Hurt Me Plenty“ und „Succulent“ – dritten Teil seiner Trilogie über schwulen Sex diese Verbundenheit auf die Spitze und verwandelt eine nächtliche Spazierfahrt in einen ekstatischen Akt der Intimität. (…)

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